Schiffelbacher schreiten auf zweiter Wanderung im Jubiläumsjahr die Gemarkung ab

Zur Quelle und zu Grenzsteinen

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Stau im Wald bei Schiffelbach: An der zweiten Grenzgang-Etappe beteiligten sich 160 Schiffelbacher und Gäste.

Gemünden-Schiffelbach. - Trotz kühler Temperaturen und Regens haben sich die Schiffelbacher bei der zweiten Etappe des Grenzgangs die Laune nicht verderben lassen.

Per Bus wurden die 160 Grenzgänger vom Dorfgemeinschaftshaus hoch zur Hohen Warte gefahren. Angeführt von Walter Kohl wanderten die Schiffelbacher und ihre Gäste insgesamt 7,5 Kilometer: die Gemündener Grenze ist 4,9 Kilometer, die Moischeider Grenze 1,3 Kilometer, die Gilserberger Grenze 2,7 Kilometer, die Winterscheider Grenze hundert Meter und die Heimbacher Grenze drei Kilometer lang. Auf dem Weg zur Schiffelbacher Quelle bot Wanderführer Kohl Heimatkunde an. Ausgestattet mit einem Megafon stellte er klar: „Hier auf der Wiese ist die originale, echte Schiffelbacher Quelle. Wir gehen jedoch weiter zu der Quelle, die wir als unsere offizielle betrachten, wo seit Generationen Schulgruppen, Wanderer und Touristen hinpilgern.“ Die liegt tief im Wald. Verziert mit einem kleinen Rohr im Baumstamm und einem Messingbecher, der an einem nahe gelegenen Baum hängt, sieht die Quelle aus wie aus einem Märchenbuch. „Das Gebiet, in dem wir uns gerade befinden, ist die Rhein-Weser-Wasserscheide, in der es noch viele andere Quellen gibt außer der Schiffelbacher“, sagte Kohl.

Bei der ersten Rast stieß der Gilserberger Bürgermeister Rainer Barth zu den Schiffelbachern. Beim ersten Grenzstein angelangt wurde er nach vorne gebeten. Ehe er sich versah, hatten ihn einige Schiffelbacher in die Luft und über den Grenzstein gehoben. „Nach guter und alter Art dieser Mann gestutzet ward: Die Grenze seiner Heimatau, wird merken er sich ganz genau! Der Stein, die Grenze, in Ewigkeit“, rief Jens Berkenkopf, Mitglied im Chronik- und Festausschuss, während die Männer Bürgermeister Barth dreimal auf den Stein stutzten. Anschließend ging es weiter durch den Wald und zu den verschiedenen Grenzsteinen. Dabei kamen die Schiffelbacher auch vom rechten Pfad ab und gingen über Stock und Stein durch den Wald und an alten Grenzgräben entlang. Abschließend gelangte die Gruppe zur „Alten Eiche“, an der der erste Grenzgang gestartet worden war. Wieder beim Vereinsheim angekommen, ließen die Schiffelbacher den Grenzgang gemütlich ausklingen.

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