Schornsteinfeger sammeln Spenden und machen bei Viessmann Station

Radelnde "Glücksbringer"

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Nach der Ankunft in Allendorf begrüßten Bürgermeister, Viessmann-Vertreter und Schornsteinfeger aus Waldeck-Frankenberg die radelnden Kaminkehrer, die bei hohen Temperaturen eine schweißtreibende Etappe absolviert hatten.Foto: Mark Adel

Allendorf (Eder) - Auf dem Weg von Iserlohn nach Dresden haben 34 radelnde Schornsteinfeger bei Viessmann in Allendorf Station gemacht. Sie sammeln Spenden, um krebskranke Kindern und deren Familien zu helfen. Das Allendorfer Unternehmen unterstützt die Aktion mit 2500 Euro.

Auch die brütende Hitze hat die Schornsteinfeger nicht abgehalten, die Etappe von Wünnenberg nach Allendorf mit dem Rennrad zu meistern. Am Unternehmensstammsitz der Viessmann Werke überreichte Regionalverkaufsleiter Thomas Hummel am Donnerstagabend einen Scheck über 2500 Euro. Zahlreiche Berufskollegen aus Waldeck-Frankenberg begrüßten die radelnden Kaminkehrer bei ihrer Ankunft.

Die Schornsteinfeger unterstützen mit ihrer „Glückstour“ seit zehn Jahren Initiativen, Vereine und Kliniken, die sich um krebskranke Kinder und deren Familien kümmern. Insgesamt haben sie in dieser Zeit mehr als eine Million Euro gesammelt. In diesem Jahr wollen sie das Rekordergebnis aus dem Jahr 2014 brechen – damals waren 143.000 Euro zusammengekommen.

Auch der Allendorfer Bürgermeister Claus Junghenn begrüßte die Radler zum Ende der schweißtreibenden Etappe. Er würdigte das Engagement, denn die Teilnehmer geben nicht nur sportlich alles, sondern unterstützen die eigene Glückstour auch mit einem Startgeld in Höhe von je 500 Euro und opfern eine Woche Urlaub. Auch der Battenberger Rathauschef Christian Klein nahm am Empfang teil.

Landesinnungsmeister Nils Weingärtner wies auf das Motto der Tour hin: „Mit Rad & Tat – das Herz in der Hand“. Er überreichte gemeinsam mit Vertretern des Unternehmens Spenden an Initiativen aus Siegen sowie den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Marburg-Biedenkopf und Gießen. Am Abend stieß der frühere Biathlon-Star Petra Behle zur Gruppe hinzu. Sie ist Schirmherrin der „Tour der Hoffnung“, einer vergleichbaren Hilfsaktion. Sie machte den Schornsteinfegern Mut, die Glückstour auch in Zukunft so erfolgreich zu gestalten. Schließlich gehe es um das gemeinsame Ziel, krebskranken Kindern und deren Familien zu helfen.

Die Sportler übernachteten im Viessmann-Gästehaus in Battenberg. Freitagmorgen starteten sie zur nächsten Etappe nach Kassel. Von dort geht es über Eisenach, Weimar, Gera und Leipzig nach Dresden, wo der Bundesverbandstag des Deutschen Schornsteinfeger-Handwerks stattfindet. Die Glückstour war 2006 aus einer Wette unter Kollegen entstanden. Sie wollten den vom inzwischen verstorbenen Jürgen Stricker gegründeten Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“ mit 1100 Euro unterstützen.

Aus der Wette und dem gemeinsamen Hobby mehrerer Schornsteinfeger, dem Radrennsport, entwickelte sich eine der größten privaten Hilfsaktionen. Zu den Förderern zählen Politiker, aber auch prominente Radsportler wie Erik Zabel oder Rudi Altig. (da)

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