Bromskirchen: Experimente im Kindergarten

Radio treibt Hubschrauber-Rotoren an

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Bromskirchen - Gemeinsam geht es besser - das ist eine Erfahrung, die die Kinder der Bromskirchener Kindertagesstätte in den beiden Gruppen machen.

Die angehenden Vorschulkinder der Kindertagesstäte beschäftigen sich seit Februar mit zwei unterschiedlichen Projekten. Erzieherin Elke Temme besuchte im vergangenen Jahr ein Seminar zum Thema "Energie und Umwelt" und brachte eine Kiste mit Materialien wie Glühlämpchen, Batterien, Kabeln, Solarelementen und vielem mehr mit in den Kindergarten. Seither ist das Interesse bei den kleinen Bastelfreunden geweckt. Schon so manchem defekten Elektrogerät konnten die jungen Tüftler neues "Leben" einhauchen.

Automatisch trifft der Wissensdurst auf die Experimentierfreudigkeit. Da sitzen die Kinder um einen Rechner herum und schrauben was das Zeug hält. Wenn die Technik sich mal nicht freiwillig in ihr Schicksal fügen will, wird beratschlagt. Dann sitzt das Tüftelteam zusammen und überlegt, wie man das "Problem" knacken könnte.

Aus den Teilen, die aus den Geräten zum Vorschein kommen, wird kreiert, was die Phantasie hergibt: Zum Beispiel ein Hubschrauber mit Papp-Rotorblättern, die über einen Radiomotor angetrieben werden. Nebenbei erfahren die Kinder, welche Materialien Strom leiten und welche nicht. Inzwischen sind schon einige Kreationen entstanden, und dabei wird für alles was in so einem Gerät versteckt ist, eine Verwendung gefunden. Ob Papiertaschentuchbox-Auto, Radio-Katzenkopf mit Leuchtaugen, Lautsprecher-Vögelchen oder Karnevalsmaske, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Elke Temme betont, dass ihre Aufgabe eigentlich nur die Begleitung bei diesem Projekt sei. Helfend eingreifen müsse sie nur, wenn mal Schrauben all zu fest sitzen. "Das tolle dabei ist, zu sehen, wie die Kinder ihre Ideen und Strategien entwickeln beim Tüfteln", sagt die Erzieherin. "Sie beratschlagen sich untereinander und entwickeln ihre Ideen weiter."

Unterdessen machen die Kinder der zweiten Projektgruppe in der Turnhalle ihre ersten Erfahrungen im Judo-Sport. Tanja Pieper, ebenfalls Erzieherin in der Kita, ist begeisterte Judosportlerin. In der Projektgruppe werden die Jungen und Mädchen spielerisch an diesen Sport herangeführt. Sie lernen auf den großen Matten, Rücksicht auf ihren Partner zu nehmen. Man darf nicht spucken, nicht treten, nicht beißen, diese Regeln beim Ringen und Raufen haben die Kinder schon verinnerlicht.

In lustigen Aktionsspielen sind die elementaren Haltegriffe aus dem Judo-Sport eingebunden.

Auch in Zukunft möchten die Erzieherinnen der Kindertagesstätte den Kindern solche Projekte ermöglichen und dabei auch um weitere neue Themenbereiche wie beispielsweise Musik erweitern. Die Kinder sollen dadurch Lust auf neue Erfahrungen bekommen.(r)

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