Quad-Fahrer aus ganz Deutschland treffen sich in Frankenberg zur Saisoneröffnung

Auf 240 Rädern zum Edersee

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Frankenberg - Lautes Getöse und Gebrumme am Samstagmorgen in der Auestraße: Gut 60 Quads fahren vor der Zentrale von FingerHaus vor. Es ist eines der größten, privat organisierten Treffen dieser Art in Deutschland.

So mancher wird sich am Wochenende verwundert oder begeistert nach der riesigen Kolonne umgedreht haben, die durch den Landkreis rauschte. In zwei Gruppen fuhren rund 60 Quads von Frankenberg über Rengershausen und einige Lichtenfelser Stadtteile nach Herzhausen und Scheid, wo die Fahrer einen Zwischenstopp einlegten. „Dann ging es nach Hemfurth zur Sperrmauer, da haben wir die Umgebung erkundet“, berichtet Heiko Debus.

Er hat mit Günther Schelberg eines der größten privaten Quad-Treffen in Deutschland organisiert. „Wir haben vor drei Jahren angefangen, da waren es sechs Fahrzeuge“, sagt er - zehnmal so viele waren es am Samstag. „Es ist schon beeindruckend, wenn dafür Menschen aus ganz Deutschland anreisen“, freut sich Debus.

Besuch aus Wilhelmshaven

Quad-Enthusiasten aus Mannheim, Paderborn oder Oldenburg haben die Ederstadt und anschließend den Edersee besucht. Die weiteste Anreise hatten Fahrer aus Wilhelmshaven, sagt Heiko Debus: „Wir fahren jedes Jahr an Pfingsten an die Nordsee, deshalb wollten sie uns auch mal besuchen.“ Wir, das sind etwa ein halbes Dutzend Frankenberger, die am Samstag Gastgeber waren.

Als die Gäste auf ihren Rädern ankamen, hatten die Organisatoren zwischen den Musterhäusern bereits ein Bierzelt aufgebaut, in dem es Frühstück gab. Auch eine Bratwurstbude stand bereit. „Da ist schon eine Menge Organisation nötig“, sagt Debus. Mehr als vier Monate hat er mit Günther Schelberg geplant und telefoniert, „die letzten vier Wochen waren richtig hart“. Wo können mehr als 60 Menschen etwas essen? Wo dürfen die Maschinen abgestellt werden? Welche Strecke soll gefahren werden? Wie sorgen wir für die nötige Sicherheit? Und auch: Wer möchte in Frankenberg schlafen - und wo? Es gab einiges zu tun für die beiden Planer.

„Die Resonanz zeigt, dass die Gäste sich hier wohlfühlen, dass es ihnen Spaß macht“, sieht sich Debus bestätigt. Besonders im Internet werde die Veranstaltung gelobt - da haben sich die meisten der Motorsportler kennengelernt, auf einer großen Online-Plattform für Quad-Liebhaber. Dort würden bereits Hunderte Fotos der Tour kursieren - Heiko Debus allein hat etwa 800. Auch Videos sollen folgen, denn einige Fahrer waren mit Helmkameras unterwegs zwischen Frankenberg und Edersee.

Der Erfolg des Treffens beflügelt die Veranstalter: Im September soll in Frankenberg die Saison wieder beendet werden.

Von Malte Glotz

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