Rätselraten um fünf tote Schafe in Wiesenfeld

Luchs: Dieses Tier hat HNA-Leser Walter Liese im Kaufunger Wald fotografiert.

Wiesenfeld. Rätselraten in Wiesenfeld: Wer hat im Dezember auf einer Wiese am Dorf fünf Schafe aus einer 40-köpfigen Herde getötet? Die erste Vermutung, dass es ein Luchs gewesen sein könnte, ließ sich nicht bestätigen.

Das haben jetzt Untersuchungen von Wildbiologen ergeben, wie der Burgwalder Forstamtsleiter Eberhard Leicht am Freitagnachmittag auf HNA-Anfrage schilderte.

Der Wiesenfelder Schafhalter hat an einem Morgen die fünf toten Tiere auf der Weide gefunden. „Sie sahen so aus, als wären sie gerade eingeschlafen. Man sah keinerlei Verletzungen“, sage Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverband, der zur Weide geeilt war.

Ein Wildbiologe hat seinen Schilderungen nach die toten Schafe untersucht und herausgefunden, dass sie durch Zudrücken des Kehlkopfs erdrosselt worden waren. Auch bei weiteren Untersuchungen durch eine Waldbiologin von Hessen-Forst wurden keine Bissspuren entdeckt. Bei den scharfen Zähnen des Luchses müsste das aber eigentlich der Fall sein. Oder sind sie wegen des dicken Fells nicht zu sehen?

Nach Angaben von Eberhard Leicht kann die Frage, ob ein Luchs die Tiere tötete oder nicht, nicht einwandfrei geklärt werden. Nach den Untersuchungsergebnissen komme ein Luchs aber eher nicht in Frage. Leicht sei auch nicht bekannt, dass ein Luchs in jüngster Zeit im Bereich Burgwald gesichtet wurde.

Von Martina Biedenbach

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Quelle: HNA

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