Hatzfeld

Rasengräber auf Friedhöfen

- Hatzfeld (da). Die Gräber in der Wiese sind eine Alternative zu den herkömmlichen Grabfeldern.

Hatzfeld-Eifa. Auf den Friedhöfen in Hatzfeld, Reddighausen und Holzhausen werden Rasengrabfelder eingerichtet. Das haben die Stadtverordneten während ihrer Sitzung in Eifa einstimmig bei zwei Enthaltungen beschlossen.

Die Entscheidung geht auf einen Antrag der CDU-Fraktion im vergangenen Jahr zurück. Danach sollte geprüft werden, ob Rasengrabfelder als Alternative zu herkömmlichen Erd- und Urnenbestattungen eingerichtet werden können. Der Magistrat um Bürgermeister Uwe Ermisch (SPD) hatte daraufhin die Stellungnahmen der Ortsbeiräte eingeholt und Rasengrabfelder in Ernsthausen, Bottendorf und Burgwald besichtigt. Auf den Rasengrabfeldern werden ausschließlich Urnengräber zugelassen, die Urnen müssen aus verrottbarem Material hergestellt sein.

An einer zentralen Stelle des Rasens soll ein Gedenkstein in Form einer Stele aufgesetzt werden. Dort werden Namensschilder der Verstorbenen vermerkt.Auf die genaue Lage der jeweiligen Urne soll es keinen Hinweis geben. Grabsteine sind nicht erlaubt. Die Stadt erhebt die gleichen Gebühren für die Beisetzung in Rasengräbern wie für Bestattungen in Gräbern für Erdbestattungen oder in Urnengräber: 150 Euro werden fällig. Die Stadt erhebt außerdem für die Pflege der Anlage während der Ruhefrist: Sie belaufen sich für ein Rasengrab auf 450 Euro. Heinz K. Friedrich (FDP) fragte nach, warum sich der Ausschuss Jugend, Sport, Kultur und Soziales nicht mit dem Thema beschäftigt habe. Deren Vorsitzende Erika Lotz (SPD) entgegnete, dass die Einrichtung der Grabfelder eher Frage des demografischen Wandels sei, „weil immer weniger Menschen Grabstätten pflegen können“. Deshalb sei der Ausschuss nicht unmittelbar zuständig.

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