Frankenberg

Rathausfest kostet Stadt 60.000 Euro

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- Frankenberg (r). Geht es nach Christian Engelhardt, wird in Frankenberg künftig alle zwei Jahre ein großes Fest in der Altstadt gefeiert. 60 000 Euro hat die Stadt beim Rathausfest vom 10. bis 12. Juli „draufgelegt“, erklärte der Bürgermeister am Dienstag.

Nach Engelhardts Angaben hat die Stadt für das Rathausfest insgesamt exakt 71 137,81 Euro ausgegeben. Mit diesem Betrag ist zum einen die Infrastruktur mit Bühnen, Beschallungsanlagen, Toiletten, Sicherheitsdienst und Zelten bezahlt worden. Zum anderen wurden Honorare für die engagierten Musikgruppen und die „laufenden Künstler“ gezahlt.

Im Gegenzug dazu habe die Stadt Einnahmen aus Sponsorengeldern sowie dem Gewinnanteil am Gastronomiebetrieb in Höhe von insgesamt 11 178,26 Euro erzielt, so dass unterm Strich ein Saldo von 59 959,55 Euro verbleibe.

Budget unterschritten

„Mit dieser Bilanzsumme können wir sehr zufrieden sein. Die Stadtverordnetenversammlung hatte bekanntlich für das Rathausjubiläumsfest die Gesamtsumme von 100 000 Euro im Haushaltsplan bereitgestellt“, erklärte Engelhardt. Der Rathauschef zeigte sich zufrieden, dass dieses Budget für das Fest deutlich unterschritten wurde. Sein Ziel sei es von Anfang an gewesen, über Sponsoring und Gewinnbeteiligung der Stadt am Catering Einnahmen zur Refinanzierung des Festes zu erzielen: „Das haben wir mit dem Chipsystem auf intelligente Weise erreicht“.

Engelhardt zollte besonderes Lob und Dank den Sponsoren sowie der Gastronomen des Obermarktes, die durch ihr Engagement zum Gelingen sowie zur Refinanzierung des Festes in besonderem Maße beigetragen hätten. „Das Rathausfest war eine echte Gemeinschaftsleistung. Vor allem die Zusammenarbeit mit den beteiligten Gastronomiebetrieben war vorbildlich“, betonte der Bürgermeister. Die Stadtverwaltung hatte an alle beteiligten Partner des Jubiläumsfestes Fragebögen verschickt, um die Zufriedenheit mit der Organisation und dem Ablauf des Festes einstufen zu können. Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen, so Engelhardt. Die meisten Partner wollen nach seinen Angaben beim nächsten Fest in der Frankenberger Altstadt wieder mit dabei sein.

„Verbesserungspotenzial“

„Es wurden auch Verbesserungspotenziale aufgezeigt, die wir natürlich berücksichtigen werden. Ich möchte ja aus diesem erfolgreich verlaufenen Rathausjubiläumsfest eine Dauereinrichtung in der Frankenberger Altstadt machen“, betonte der Bürgermeister.

In der Stadtverwaltung werden bereits Überlegungen dahingehend angestellt, wie der Kostenrahmen für künftige Feste noch weiter verringert werden kann. „Wir brauchen sicherlich nicht wieder eine so große Bühne wie in diesem Jahr auf dem Obermarkt, weil wir beim nächsten Stadtfest keinen Festakt haben werden“, erläuterte Engelhardt. Außerdem solle das nächste Fest nur zwei Tage dauern, es soll also nur Samstag und Sonntag gefeiert werden.

Festhalten an Agentur

Festhalten will die Stadt an dem Konzept der Mischung aus heimischen Akteuren und „Know-how“ sowie der Einbindung einer professionellen Veranstaltungsagentur, die die notwendige Infrastruktur für das Fest zur Verfügung stellt und über Kontakte zu überregional bekannten Gruppen und Künstlern verfügt.

Bürgermeister Engelhardt plant, dass das künftige Frankenberger Stadtfest im jährlichen Wechsel mit dem Teich- und Lichterfest stattfindet.

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