Arbeitstagung der Landsenioren Nord-West in Frankenberg

Ratschläge rund um den letzten Willen

Referenten und Gastgeber bei der Arbeitstagung der Landsenioren: von links der Vizepräsident der Landseniorenvereinigung Giselher Dietrich, die Referenten Arno Werner und Karlheinz Armbrust und Geschäftsführer Gisbert Müller. Foto: Andrea Pauly

Frankenberg - Sich mit dem eigenen Tod und den Folgen für die Familie zu beschäftigen, ist nicht einfach: Nur 20 Prozent der Menschen in Deutschland haben laut Referent Karlheinz Armbrust ein Testament. Welche Möglichkeiten es gibt, seinen Nachlass zu regeln, erklärte er am Donnerstag in der Ederberglandhalle.

Nach Themen wie Dorfentwicklung und persönlicher Fitness stehen in diesem Jahr Informationen rund ums Geld auf dem Programm der vier Arbeitstagungen in Hessen.

Gerade in ländlichen Gebieten ist das Thema Erbe wichtig: Wer bekommt nach dem eigenen Tod den Hof, das Haus, die Eigentumswohnung? Über die verschiedenen Möglichkeiten, seinen Nachlass zu regeln und Erbstreitigkeiten zu vermeiden, informierte Rechtsanwalt Karlheinz Armbrust von der LBH-Steuerberatungsgesellschaft in Friedrichsdorf.

Er nannte drei Möglichkeiten, seinen Nachlass zu verteilen. Die erste bestehe darin, gar nichts zu unternehmen. „Dann regelt der Gesetzgeber das Erbe“, stellte er fest. Wer selbst entscheiden möchte, welcher Erbe welchen Anteil bekommt, muss ein Testament machen. „Sie glauben nicht, wie viele Testamente unwirksam sind“, betonte Armbrust: Denn ein solches Dokument müsse entweder vom ersten bis zum letzten Satz komplett handschriftlich verfasst oder aber notariell beglaubigt sein. Der Erbvertrag als dritte Variante wird mit den Erben geschlossen und muss ebenfalls notariell beglaubigt sein. Er tritt erst in Kraft, wenn der Erbfall eintritt - also der Nachlasser verstorben ist.

In einem Testament sind auch Teilungsanordnungen möglich: So kann beispielsweise der landwirtschaftliche Betrieb an ein Kind, ein Baugrundstück an das andere Kind vererbt werden. Dann müsse das Dokument allerdings auch enthalten, dass der, der das wertvollere Erbe erhält, dem anderen Erben einen Ausgleich zahlt. Als häufig genutzte Variante stellte Armbrust das „Berliner Testament“ vor. Darin wird immer das gesamte Vermögen dem Ehepartner vererbt und erst nach dessen Tod erben die Kinder zu gleichen Teilen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Freitagausgabe der Frankenberger Zeitung.

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