Rauschgifthandel: Bewährungsstrafe gegen 20-Jährigen

Frankenberger Land. Wegen gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln ist ein 20-Jähriger aus dem Frankenberger Land zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. „Mit Bauchschmerzen“ setzte das Marburger Amtsgericht die Strafe zur Bewährung aus.

Am zweiten Verhandlungstag sollte noch ein Zeuge vernommen werden, der Erkenntnisse liefern sollte, inwieweit die angeklagten Taten mit dem Familienverhältnissen in Zusammenhang stehen. Ermittlungen hatten ergeben, dass vor allem der Vater des 20-Jährigen die treibende Kraft von Drogengeschäften gewesen ist.

Der 18-Jährige berichtete, seit seiner Aussage bei der Polizei im Oktober 2011 immer wieder bedroht worden zu sein. Er erhalte Anrufe und werde sogar von Arbeitskollegen unter Druck gesetzt. Namen wolle er nicht nennen, denn dann würde er noch mehr Ärger bekommen.

Amtsgerichtsdirektor Cai Adrian Boesken riet ihm, darüber nachzudenken. Bereits am ersten Verhandlungstag hatte der Angeklagte gestanden, in seiner Wohnung im Jahr 2011 in 194 Fällen kleinere Mengen an Haschisch und Marihuana verkauft zu haben. Wenige Fälle bestritt er, sie wurden eingestellt. Er bestritt auch den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, seinem Vater bei dessen Drogengeschäften Beihilfe geleistet zu haben.

Der Zeuge berichtete nun, dass er gesehen habe, wie der Angeklagte bei einer Lieferung an den Vater den Drogenkurier nach Waffen durchsucht habe und den Stoff, mindestens 150 Gramm, auch untersucht zu haben.

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Quelle: HNA

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