Gemünden

Regina Hesse lässt sich nicht ausrauben

- Gemünden (gl). Schock am Morgen: Als Regina Hesse aus dem Büro in den Verkaufsraum ihres kleinen Tabakladens in Gemünden tritt, steht ihr ein maskierter Mann gegenüber, richtet eine Waffe auf die 52-Jährige und fordert Geld.

Angefangen hatte der Tag ganz normal: In der Frühe hatte Regina Hesse die übliche Kundschaft bedient, Pendler, Frühaufsteher, Rentner. Ihr Tabakwarenladen im Gemündener Steinweg besteht seit mehr als 25 Jahren, manche Kunden kommen fast jeden Tag auf einen Plausch vorbei.

Den Kunden, der plötzlich vor ihr steht, als Regina Hesse gegen 8.30 Uhr aus ihrem kleinen Büro und Lager zurück in den Verkaufsraum kommt, kennt sie allerdings nicht: Es ist ein maskierter Mann, etwa 30 Jahre alt. Er streckt der verdutzten Ladeninhaberin eine Waffe entgegen und verlangt Geld. Doch Regina Hesse lässt sich nicht einschüchtern: „Ich habe kein Geld“, sagt sie. Der Maskierte glaubt ihr nicht, verlangt immer und immer wieder Geld aus der Kasse des Tabakladens mit Lottoannahmestelle. Wie um seine Forderung zu unterstreichen, steckt er die Pistole weg und zieht ein großes Messer hervor und bedroht die 52-Jährige erneut. Doch auch davon lässt Regina Hesse sich nicht einschüchtern. Weiterhin beharrt sie darauf, kein Geld in der Kasse zu haben.

Schließlich wird es dem Täter zu bunt. Jederzeit könnten Kunden den Laden betreten. Er tritt den Rückzug an. Hesse aber will den Mann nicht unerkannt entkommen lassen.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung vom Mittwoch, 27. April 2011.

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