Die Umbaupläne der Evangelischen Kindertagesstätte Frankenau wurden vorgestellt

Es regnet bereits durchs Dach

Auf der Dringlichkeitsliste ganz oben: Die Evangelische Kindertagesstätte Frankenau soll saniert, umgebaut und erweitert werden. Foto:  Battefeld

Frankenau. Seinen Entwurf für die Erweiterung und den Umbau der sanierungsbedürftigen Evangelischen Kindertagesstätte Frankenau hat Architekt Manfred Quehl am Donnerstagabend Eltern, Kindergartenmitarbeitern, Kirchenvorstand und Politikern vorgestellt.

Ziel des mit 520 000 Euro veranschlagten Bauprojekts ist es, mehr Platz zu gewinnen und dringend notwendige Sanierungsarbeiten vorzunehmen. Nach Abzug von zu erwartenden Fördermitteln läge der städtische Anteil bei 70 000 bis 80 000 Euro, erläuterte Bürgermeister Björn Brede. „Das  ist das wichtigste Thema der Stadt Frankenau, das demnächst bewältigt werden soll und muss“, betonte er vor 50 interessierten Besuchern.

Sanierung schnell umsetzen

Die Stadt habe nicht das „größte finanzielle Polster“ und könne sich nicht alle Projekte leisten, aber dieses Thema solle zuerst umgesetzt werden. Dass dringender Handlungsbedarf besteht, machte der Einwurf einer betroffenen Mutter klar: „Durch das Dach regnet es und in der Küche laufen Ameisen herum“, beklagte sie.

Nach dem Vorschlag von Manfred Quehl soll das Dach durch ein steileres ersetzt werden und so mehr Raum gewonnen werden. Durch die Aufgabe der bis jetzt dort vorhandenen Dienstwohnung könne dann die Betriebsfläche von 380 Quadratmetern auf über 700  Quadratmeter vergrößert werden. „Das ist ein erheblicher Gewinn, ohne Anbau“, betonte  der Diplom-Ingenieur.

Im Obergeschoss könne dann ein großer Mehrzweckraum entstehen. Weiterhin sehen seine Pläne auf der Ostseite einen zweiten Treppenaufgang vor und dass das vorhandene Treppenhaus mehr in Richtung Straße verlagert wird. Die Gruppenräume der Kinder sollen mit vorgelagerter Garderobe neu gestaltet werden, und die Mitarbeiter sollen im Obergeschoss ein Areal mit Sitzgruppe und Schränken bekommen.

Bei der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass die meisten Anwesenden die Pläne zwar begrüßen, jedoch skeptisch sind, ob das Vorhaben tatsächlich im Kostenrahmen realisiert werden kann. So sind zum Beispiel nur 10 000 Euro für neues Inventar vorgesehen. „Davon kriegen wir gerade mal die neue Küche bezahlt“, gab eine Frankenauerin zu bedenken.

Bürger äußerten Kritik

Kritisch wurde auch hinterfragt, warum sich bis jetzt noch nichts „bewegt habe“ und wie das weitere Vorgehen nun aussehe. Brede teilte mit, im November oder Dezember solle der neue Haushalt eingebracht werden, in dem dann ein Posten für den Kindergartenumbau enthalten sein werde.

Nächster Schritt sei dann, dass das Thema in den einzelnen Gremien zur Sprache komme. „Wie die entscheiden, weiß ich natürlich nicht“, sagte er. Auf seinem Schreibtisch lägen die Pläne zum Umbau jedenfalls ganz oben, betonte Brede. Die gemachte Anregungen und Verbesserungsvorschläge wolle er gerne berücksichtigen.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare