Mones bemerkt am Rande

Reiche können nett sein

- Der im Juni 2006 verstorbene Satiriker Robert Gernhardt – ich bin ein Fan von ihm – schrieb ein Märchen vom lieben Gott, der eines Tages mal wieder über die Erde wandelte:

Als es dunkel wurde, klopfte der liebe Gott am Haus des reichen Mannes an und bat um ein Nachtlager. Doch der reiche Mann erkannte nicht, wer da vor ihm stand, und so antwortete er: „Tritt herein, unbekannter Fremder, das ist wohlgetan, dass du bei mir anklopfst. Gleich werde ich dir das schönste Bett herrichten lassen. Darf ich dich auch mit feinem Backwerk und köstlichem Wein bewirten?“ Da gab sich der liebe Gott zu erkennen und sprach erfreut: „Dein Angebot ist sehr freundlich, reicher Mann. Die letzten Male, da ich über die Erde wandelte, musste ich nämlich immer beim armen Mann absteigen. Und da hat es mir, ehrlich gestanden, gar nicht gefallen. Bei dem war alles, unter uns gesagt, doch erschreckend ärmlich.“ Nach diesen Worten aber schmausten und tranken die beiden nach Herzenslust, und es wurde noch ein richtig netter Abend…

Spruch des Tages: „Wirklich reich sind nur die Zufriedenen“ (Aristoteles).

Viel Spaß beim Mai-Stadtfest in Frankenberg, Euer

Mones

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