Reifenstecher-Angriff auf Jäger: 1000 Euro für Hinweise

Gemünden. Nachdem an acht Fahrzeugen einer niederländischen Jagdgesellschaft in Gemünden die Reifen platt gestochen worden waren (wir berichteten), haben Stadt, Hessischer Hof und Jagdgenossenschaft eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise auf die Täter ausgesetzt.

Wer in der Nacht von Freitag, 25., auf Samstag, 26. November, etwas Verdächtiges auf dem Parkplatz des Hessischen Hofs beobachtet hat, kann sich an die Polizei in Frankenberg wenden, 0 64 51/7 20 30, oder an das Ordnungsamt der Stadt, 0 64 53/9 12 30.

Nach bisherigen Erkenntnissen lässt sich die Tatzeit auf 1.30 bis 5.30 Uhr eingrenzen. Als Tatwerkzeug kommt ein Gegenstand wie eine Ahle in Frage, also ein spitzer, dünner Metallstift. Die Fahrzeuge gehören Angehörigen und Gästen einer niederländischen Jagdgesellschaft, die für Samstag zu einer Treibjagd eingeladen hatte. Seitens der Betroffenen liegen acht Strafanzeigen gegen Unbekannt vor.

Laut Gemündens Bürgermeister Frank Gleim sind die Niederländer regelmäßig und sehr gern zu Gast in Gemünden. Für die Jagdgenossenschaft Gemünden seien sie wichtige Partner, die mit viel Leidenschaft die Aufgabe der Jagd erledigen. „Solche Taten schaden dem Ansehen der Stadt, der heimischen Gastronomie  und der Arbeit der Jagdgenossenschaften“, heißt es in der Pressemitteilung.

Nach Angaben der Polizei entstand einen Gesamtschaden von rund 15 000 Euro. Sämtliche Geländewagen der Waidmänner wiesen jeweils mindestens zwei platte Reifen auf, als die Gruppe morgens zur Jagd aufbrechen wollte. Die Jagdgesellschaft aus den Niederlanden übernachtete in der Nacht zu Samstag im Hotel Hessischer Hof. Die neun Geländewagen waren auf einem Parkplatz des Hotels abgestellt. Andere auf dem Parkplatz abgestellte Fahrzeuge, auch die mit niederländischen Kennzeichen, blieben unberührt. Die Tat scheint also bewusst den Jägern gegolten zu haben.

Quelle: HNA

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