Reinhard Berger präsentierte Klugscheißereien

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Sprachverhunzungen zum Lachen oder doch eher zum Weinen? Ein zahlreiches Publikum amüsierte sich gemeinsam mit (vorne rechts) Buchhändlerin Inge Jakobi und dem Journalisten Reinhard Berger. Foto:  Moniac

Frankenberg. Zum zehnjährigen Bestehen der Buchhandlung Jakobi bescherte Inhaberin Inge Jakobi neben Prosecco und Häppchen den Bücherfreunden eine Lesung mit dem Journalisten Reinhard Berger.

Er setzte sich in seinem neuesten Werk „Klugscheißereien“ spöttisch-satirisch mit den Stilblüten und „Sprachverhunzungen“ im Alltag auseinander.

„Ich sammle schon seit 20 Jahren Sprachsünden“, erklärte Berger, der einst HNA-Ressortleiter in Schwalm-Eder war. Alle seine Beobachtungen seien echt, er habe nichts dazu erfunden.

Sprach’s und tauchte gleich tief in einen seiner Lieblingsbereiche ein, die sprachliche Gleichstellung der Geschlechter. „Laien und Laiinnen“ in einer amtlichen Broschüre sei ja vielleicht noch hinzunehmen, aber bei „Witwer und Witwerinnen“ sei er anderer Meinung, und bei „Gemeindeschwesterin“ höre der Spaß wirklich auf.

Berger macht keinen Hehl aus seiner Bewunderung für Wortkünstler, allen voran Heinz Erhardt und Dieter Hildebrandt. Doch die „Kraft der Worte“ gehe heutzutage oft auf Kosten eines unsäglichen „Denglisch“ verloren. „’No go’ ist das Gegenteil von ‘must have’, das ist doch ganz klar.“ (zmm)

Weitere witzige Beiträge aus der Lesung in der gedruckten Samstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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