Rengershausen feierte 50. Geburtstag der Böttner-Orgel

Alte und neue Chormusik: Der evangelische Singkreis Rengershausen unter Leitung von Irene Tripp musizierte im Wechsel mit der Böttner-Orgel, deren 50. Geburtstag in einem festlichen Erntedankgottesdienst gefeiert wurde. Fotos:  Völker

Rengershausen. Wie viel Kraft noch immer in der vor 50 Jahren von Wolfgang Böttner gebauten Orgel der Rengershäuser Kirche steckt, zeigte der Kirchenmusiker Kai Schöneweiß (Herford) bei einem Festgottesdienst.

Dies gelang ihm mit einer prachtvollen „Fanfare“ von Jacques-Nicolas Lemmens (1823-1881), bei der alle Klangfarben der zwölf Register im Wechsel von Hauptwerk und kleinem Rückpositiv in der Orgelempore wirkungsvoll zur Geltung kamen.

Gemeinde, Singkreis und Kindergottesdienst-Gruppe stellten diesen „Orgelgeburtstag“ in den Mittelpunkt ihres diesjährigen Erntedankgottesdienstes.

„Sollt ich meinem Gott nicht singen?“ fragte Organist Kai Schöneweiß mit einer modernen Choralbearbeitung von Ernst Pepping (1901-1981) und demonstrierte dabei, wie differenziert das Pfeifeninstrument auch zeitgenössische Orgelwerke wiedergeben kann.

Eigentlich habe sein Vater nach dem Ideal der „Orgelbewegung“, die barocke Klangbilder wiederzubeleben versuchte, 1964 diese Rengershäuser Orgel disponiert, berichtete Orgelbaumeister Christoph Böttner. Er zeigte Pfeifen aus verschiedenen Registern („Prinzipal“, „Rohrflöte“), und der Organist lieferte dazu Klangbeispiele, in dem auf zwei Manualen mit zwölf Registern insgesamt 732 Pfeifen erklingen.

Auch Chor und Gemeinde waren in dem Festgottesdienst ganz auf Musik, Lob und Gesang eingestellt: Mit „Lobsinget Gott, dem Herrn“ von Camille Saint-Saens eröffnete der Singkreis Rengershausen, geleitet von Irene Tripp, das Programm.

Nach einer modernen Orgelvariation von Beate Leibe zu „Wir pflügen und wir streuen“ stimmten nach der Predigt alle Gottesdienstbesucher in den Erntedankchoral von Matthias Claudius mit ein.(zve)

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Quelle: HNA

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