Battenberg

Renoviertes Hallenbad öffnet Samstag

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- Battenberg (da). Für 2,5 Millionen Euro ist das Battenberger Schwimmbad in den vergangenen drei Jahren saniert worden. Der dritter Bauabschnitt ist nahezu abgeschlossen, dabei wurden neue Umkleidekabinen und eine isolierende Außenhülle erstellt. Besucher und Stadt profitieren gleichermaßen, denn das Bad ist attraktiver geworden, zugleich wurden Betriebskosten gesenkt.

Betreiber des Bads ist der Schwimmbad-Zweckverband, die Unterhaltungskosten trägt zu 75 Prozent die Stadt, ein Viertel übernimmt der Landkreis. Mit dem Entschluss zur Sanierung sei auch die Entscheidung verbunden gewesen, das Bad „auf Jahre“ zu erhalten, berichtete Bürgermeister Heinfried Horsel gestern. „Die Entscheidung wurde erfolgreich umgesetzt.“ Gemeinsam mit Schwimmmeister Ottmar Willstumpf sowie den Architekten Gabriele Oberg, Achim Roth und dessen Vater Fritz vom Battenberger Architekturbüro Roth präsentierte er gestern das sanierte Bad.

Nicht ganz selbstverständlich bei Bauarbeiten: Der Kostenrahmen wurde eingehalten, „das Geld wird voraussichtlich reichen“, sagte Horsel. Kalkuliert waren 2,4 Millionen Euro. In diesem Jahr gab die Verbandsversammlung weitere 78 000 Euro frei, um auch die alten Kabinen auszutauschen und den kompletten Umkleidebereich umzugestalten.Doch das Bad hat sich auch äußerlich verändert: Ein Wärmedämmverbundsystem schützt den Beton vor Schäden, isoliert – und sorgt für bessere Optik.

Die Terrasse erhielt ein neues Geländer und einen neuen Bodenbelag. Lüftung, Heizung, Teile der Elektronik, Blitzschutz und Notstromversorgung, Klimaanlage und Duschwasserspeicher wurden ebenso erneuert. In der Umkleide sind keine Lüftungsrohre mehr zu sehen.Die Folge: Schon beim Eintreten in das Foyer haben die Badegäste den Eindruck, in einem völlig neuen Gebäude zu stehen. „Das Bad war vorher schon attraktiv und bleibt es weiter“, betont Horsel, der auch Vorsitzender des Schwimmbad-Zweckverbands ist.In den vergangenen Jahren waren unter anderem die Dachkonstruktion, die Fensterfront, die Wärmebank in der Schwimmhalle und große Teile der Technik erneuert worden. Bürgermeister Horsel erwartet „ganz beträchtliche Einsparungen“. Schon die Dachisolierung und die neue Glasfassade hatten sich bemerkbar gemacht, der Gasverbrauch war nach dem ersten Bauabschnitt im Winter um 25 Prozent gesunken. Der Verlust, den der Schwimmbad-Zweckverband tragen muss, belief sich bislang jährlich auf rund 480 000 Euro. Es stehen noch einige Restarbeiten an der Außenanlage aus, zudem muss noch eine Fassade verkleidet werden. Den Eingang soll ein Schriftzug schmücken.

Ursprünglich hatten die Bauarbeiten schon 2008 beginnen sollen. Um in ein Förderprogramm des Landes zu kommen, hatte der Zweckverband die Sanierung verschoben – und dankend 600 000 Euro Zuschüsse entgegengenommen.Heinfried Horsel dankte dem Architekturbüro Roth, das bereits das 1976 eröffnete Hallenbad geplant hatte und auch für die Sanierung verantwortlich zeichnet. Zahlreiche städtische Gebäude seien in den vergangenen Jahren „energetisch auf den neuesten Stand“ gebracht worden, sagte Horsel.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 29. September

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