Synodalen des Kirchenkreises stimmten den Plänen zu – Käufer noch nicht in Sicht

Rentamt wird verkauft

Früheres Rentamt: Nahe der Liebfrauenkirche steht das Gebäude, das der evangelische Kirchenkreis Frankenberg nun verkaufen will. Einen Käufer gibt es aber noch nicht. Foto:  Battefeld

Frankenau. Dem geplanten Verkauf des ehemaligen Rentamtes des Kirchenkreises Frankenberg auf der Burg in Frankenberg steht nichts mehr im Wege: Die Synodalen des Kirchenkreises Frankenberg haben sich in der letzten Kreissynode vor der Fusion der beiden Kirchenkreise Frankenberg und Eder mit großer Mehrheit für eine Veräußerung des im Jahre 1925 erbauten Hauses ausgesprochen. Zwei der insgesamt 55 stimmberechtigten Sitzungsteilnehmer stimmten gegen den Beschluss, elf enthielten sich.

„Wenn Sie jetzt grünes Licht geben, werden wir sofort tätig.“

Dekanin Petra Hegmann

„Wir werden jetzt im Kirchenkreis versuchen, den Verkauf schnell in die Tat umzusetzen“, kündigte Präses Adam Daume an. Ähnlich hatte sich zuvor auch Dekanin Petra Hegmann geäußert: „Wenn Sie jetzt grünes Licht geben, werden wir sofort tätig“, sagte sie zu den Synodalen. Ein potentieller Käufer sei allerdings noch nicht in Sicht, teilte Petra Hegmann mit.

Da das unter Denkmalschutz stehende Haus Auf der Burg 2 in Frankenberg sowohl energetisch als als auch technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sei, müssten rund 500 000 Euro investiert werden – „selbst wenn man nur das Nötigste machen würde“, sagte die Dekanin. Der Verkehrswert sei vom Ortsgericht auf 169 000 Euro geschätzt worden.

Umbau des Dekanats

„Warum sollten wir soviel investieren, wenn wir das Haus nicht mehr brauchen?“, betonte Hegmann. Mit der geplanten Fusion der beiden Kirchenkreise Frankenberg und Eder zum 1. Januar 2014 habe der Umbau des Dekanats hinter der Liebfrauenkirche Auf der Burg höchste Priorität. Dort könne auch die bislang im ehemaligen Rentamt arbeitende Gemeindesekretärin ihr Büro erhalten.

Wie bereits berichtet, befindet sich in dem ursprünglich als Pfarrhaus errichteten früheren Rentamt zur Zeit noch ein Regionalbüro des Kirchenkreisamtes Waldeck-Frankenberg. Die zwei dort noch verbliebenen Mitarbeiter würden nach Korbach in das dort 2006 geschaffene Kirchenkreisamt wechseln, teilte die Dekanin mit. Die Diakonie, die im früheren Rentamt ihre Sozialstation betreibe, müsse sich neue Räume suchen.

Im Zusammenhang mit der geplanten Fusion der Kirchenkreise sagte Hegmann, der Rat der Landeskirche habe sich bereits zustimmend dazu geäußert. Erfreulich sei, dass er sich für den Dekanatssitz in Frankenberg und den Namen Kirchenkreis Eder ausgesprochen habe.

Schwierige Verhandlung

Da sich allerdings die Verhandlungen mit den Zusatzversorgungskassen mit dem angestrebten Ziel einer gemeinsamen Versorgungskasse, schwierig gestalten würden, bliebe hier zunächst „alles so wie es ist“.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare