Hatzfeld

Restaurierung der Emmaus-Kapelle ist abgeschlossen

- Hatzfeld (da). Das europaweit bekannte Ensemble „Oni Wytars“ und die Hatzfelder Chorgemeinschaft geben zum zweiten Mal ein gemeinsames Konzert im ältesten Gebäude der Stadt, der Emmaus-Kapelle. Damit wird das restaurierte Bauwerk der Öffentlichkeit vorgestellt.

In den vergangenen Jahren ist die Emmauskapelle sozusagen auf festen Boden gestellt worden. Denn der Boden, auf dem die einstige romanische Basilika steht, hat sich im Lauf der Jahrhunderte abgesenkt. Risse waren die Folge – auch, weil die mächtigen Mauern auf den Untergrund drückten.

Schon auf alten Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert sind Schäden im Mauerwerk zu erkennen. Knapp 200 Jahre später war die Zeit zum Handeln gekommen: In drei Bauabschnitten ließ die Stadt als Eigentümerin das älteste Gebäude der Stadt – noch älter als die Burg – teilweise sanieren.

Etwa 150 000 Euro haben die Arbeiten gekostet, das Landesamt für Denkmalpflege zahlte Zuschüsse. Im ersten Bauabschnitt waren Hohlräume unter der Kapelle mit einem Spezialzement verfüllt worden, im vergangenen Jahr wurden die Risse der Außenwand repariert. In diesem Jahr folgten die Arbeiten im Inneren, vor allem im Bereich des Chorraums. Wegen der wertvollen Malereien und des teilweise noch aus der Zeit der Erbauung stammenden Putzes war auch ein Restaurator im Einsatz.

Bürgermeister Uwe Ermisch und Axel Marburg vom städtischen Bauamt hoffen, dass es die – zumindest für die nächsten Jahrzehnte – letzte Sanierung war. Geplant sei lediglich noch ein Außenanstrich, berichtete Ermisch. Dort sind nämlich bislang die verfugten Risse noch gut erkennbar. „Kleinere Risse werden aber sicherlich wieder entstehen“, sagte Axel Marburg. Das sei jedoch unbedenklich. Unter einer weißen Farbschicht befinden sich übrigens noch weitere wertvolle Malereien – die aber wohl verdeckt bleiben. „Die Freilegung kostet sicher einen siebenstelligen Betrag“, sagte der Bürgermeister.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der Frankenberger Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare