Im Durchschnitt schmeißt jeder Bundesbürger etwa 82 Kilogramm an genießbaren Lebensmittel im Jahr we

Richtige Lagerung erhält Haltbarkeit

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Tanja Feige (links) und Renate Fischer (rechts) vom Vorstandsteam der Landfrauen begrüßten Dr. Martin Rintelen vom Fadhdienst für Lebensmittelüberwachung, der zum Thema „zu gut für die Tonne“ referierte.

Bromskirchen - Rintelen informierte die Bromskirchener Landfrauen, was gegen dieses Problem unternommen werden kann.

„Zu gut für die Tonne“, heißt eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Zu diesem Thema referierte Dr. Martin Rintelen vom Fachdienst für Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen beim Frauenfrühsück des Bromskirchener Landfrauenvereins.

„Es ist ein bewegendes Thema, weil es ein ethisches Thema ist“, sagte, Rintelen. Hier würde Essen weggeworfen und in anderen Teilen der Welt verhungern Menschen. 82 Kilogramm schmeißt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr in die Abfalltonne, was einem Betrag von rund 235 Euro entspricht.

Dabei entstünden die Lebensmittelabfälle häufig gar nicht durch den Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD), sondern oft auch dadurch, dass Verbraucher den Überblick verlören und zu viele Produkte einkaufen. Das MHD sei durch die Lebensmittelverordnung gesetzlich vorgeschrieben, berichtet Rintelen. Bis zum Ablauf des selbigen übernimmt der Hersteller die Garantie für die Qualität des Lebensmittels. Dies bedeute jedoch nicht, dass es nach Ablauf des MHD nicht mehr genießbar sei. Es könne jedoch bedeuten, dass es beim Produkt zu Qualitätseinbußen kommen könne, die etwa im Geschmack oder im Aussehen liegen. Das MHD bezieht sich dabei immer auf verschlossene Produkte und die richtige Lagerung.

Ob Lebensmittel nach Ablauf des MHD noch genießbar sind, kann ein jeder selber kontrollieren. „Hier soll man auf Augen, Nase und Mund vertrauen“, berichtete Rintelen den rund 30 Landfrauen. Tests haben ergeben, dass etwa ein Joghurt noch nach einem Jahr nach Überschreitung des MHD zum verzehr geeignet sein kann. „Testen sie selbst“, sagte Rintelen.Im Gegensatz zum MHD beschreibt das sogenannte Verbauchsdatum bis wann ein Lebensmittel verbraucht werden sollte. Besonders leichtverdebliche Lebensmittel wie Fisch oder Hackfleisch, sollte nach Ablauf des Verbrauchsdatums entsorgt, oder vor Ablauf des Datums erhitzt beziehungsweise gebraten werden, um so die Haltbarkeit zu verlängern, sagte Rintelen.

Lebensmittel richtig Lagern

Die richtige Lagerung von Lebensmitteln trägt ebenfalls zur Verlängerung der Haltbarkeit bei. Fisch sollte etwa im Kühlschrank auf der untersten Platte gelagert werden, da es dort am kältesten sei. Angebrochene Konserven sollten in einen neuen Behälter umgefüllt und verschlossen werden.

Bei Brot sei zwischen Laiben und geschnittenen Scheiben zu unterscheiden, sagte Rintelen. Durch das Schneiden werde die Angriffsfläche für Keime und Bakterien vergrößert, was das Produkt schneller schlecht werden lässt. Außerdem sollte Brot trocken bei Zimmertemperatur möglichst luftdicht aufbewahrt werden.

Generell sollte das Prinzip „Fisrt in First out gelten, erklärt Rintelen. Die Lebensmittel die zuerst in den Kühlschrank eingelagert werden, sollten somit möglichst als erstes verzehrt werden. Desweiteren sein darauf zu achten, den Überblick über die eigenen Lebensmittelvorräte nicht zu verlieren. Die Bestände sollten regelmäßig geprüft werden. Ferner sei es wichtig, die Vorratsräume regelmäßig zu reinigen.

Ebenso empfiehlt Rinetelen, offene Quark und Joghurtprodukte mit Frischhaltefolie zu verschließen, da diese Bakterien anziehen.

Im Anschluss an den Vortrag versuchten sich dann die Landfrauen in der Praxis. Mittels eines Wissenstests, der aus zehn Fragen bestand, galt es, den Vortrag noch einmal Revue passieren zu lassen .

Von Marco Steber

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