Vorsichtsmaßnahmen für Teilnehmer beim Pfingstmarkt

Rinderherpes in Battenberg: Auch Tiere vom Pfingstmarkt wurden getestet

Waldeck-Frankenberg. Bei elf Rindern eines Landwirts in Battenberg-Dodenau ist das Bovine Herpesvirus 1 festgestellt worden. Die Krankheit hat weitere Auswirkungen für Landwirte in der Region.

Die Battenberger Tiere wurden geschlachtet und der Betrieb wird weiter engmaschig betreut, teilte der Landkreis gestern auf HNA-Nachfrage mit. Sicherheitshalber sind alle Betriebe, die mit Rindern an der Tierschau des Frankenberger Pfingstmarktes am 19. Mai teilgenommen haben, gesperrt worden, so Landkreis-Sprecher Hartmut Wecker. Das bedeute zum Beispiel, dass betroffene Betriebe ihr Vieh innerhalb einer 30-Tage-Frist nicht verkaufen dürfen.

Hintergrund ist eine Verkettung unglücklicher Umstände. Der Dodenauer Landwirt sei am 5. und 6. Mai mit Tieren auf der Bundes-Angusschau im thüringschen Laasdorf gewesen, erklärt Wecker. Ein Züchter, der ebenfalls dort ausgestellt habe, sei auch auf dem Pfingstmarkt gewesen, allerdings mit anderen Tieren.

Keine Ansteckung nachgewiesen

Vorsorglich habe sich daher das Veterinäramt entschieden, alle Teilnehmerbetriebe zu prüfen. Es wurde keine Ansteckung nachgewiesen. Dennoch muss eine 30-Tage-Frist (beginnend mit der Schau in Laasdorf) eingehalten werden. Dann finden weitere Untersuchungen statt.

Die Tierseuche ist für Menschen ungefährlich. Laut Friedrich-Loeffler-Institut sind Infektionen des Menschen mit dem Virus  nicht bekannt.

Rinderherpes in der Region

Vergangene Woche wurde auch in Haunetal im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Rinderherpes entdeckt. Wie in Battenburg mussten auch hier Tiere geschlachtet werden.

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