Die Auferstehungskirche in Wangershausen wird bald barrierefrei zugänglich sein

Im Rollstuhl in die Kirche

Beschwerlich: Die Treppe an der Wangershäuser Kirche ist lang und steil. Architekt Adam Finger und Pfarrer Uwe Hesse planen einen behindertengerechten Hintereingang (kl. Bild). Foto: Schubert

frankenberg. Noch führt eine steile Treppe zur Eingangstür der Auferstehungskirche hinauf. Für gehbehinderte Menschen ein unüberwindbares Hindernis. Nun soll ein ebenerdiger Hintereingang gebaut werden, der dieser misslichen Situation ein Ende macht.

„Für ältere Leute ist es beschwerlich, die Treppe hochzugehen. Einige, zum Beispiel mit Rollstuhl, können gar nicht in die Kirche“, sagt Pfarrer Uwe Hesse. Am Donnerstag hat er das Kirchengelände mit Architekten und Vertretern von Denkmalpflege und Kirchenvorstand besichtigt und emsig den geplanten Hintereingang besprochen.

„Wir haben das ja schon Jahre lang vor “, sagt Hesse, der nun das neunte Jahr Gemeindepfarrer ist. Nur leider habe man nie Gelder bewilligt bekommen - die relativ junge Kirche sei Jahr für Jahr abgewiesen worden.

Seit zwei Jahren ist das 1967 erbaute Gotteshaus nun als denkmalgeschützt eingetragen. Ob es deshalb mit den Fördermitteln geklappt hat, sei dahingestellt. Generell stünde im ganzen Kirchenkreis dieses Jahr ein doppelter Etat zur Verfügung.

Für die Auferstehungskirche hat das erfreuliche Folgen. „Wir bekommen 20 000 Euro vom Landeskirchenamt bewilligt“, freut sich Pfarrer Hesse. Einen Betrag von 4500 Euro zahlt die Gemeindekasse noch hinzu. Damit seien die Baukosten auch abgedeckt, sagt Archtitekt Adam Willi Finger.

Architekt findet Lösung gut

Finger hat eine Tür mit zwei symmetrischen Flügeln und einem Vordach angedacht. Sie soll an der hinteren Kirchenwand entstehen, dort wo jetzt drei Glasfenster zur Wiese hinaus zeigen. Bodenplatten und andere Einzelheiten sind noch im Gespräch. Architekt Finger: „Wir wollen da dem natürlichen Geländeverlauf folgen. Ich bin mit der Lösung insgesamt sehr glücklich.“ Ob mit dem Bau schon in diesem Jahr begonnen wird, steht jedoch noch nicht fest.

Die lange Eingangstreppe bleibt im Dorf umstritten. „Einige wollen, dass sie abgerissen wird. Sie macht uns auch tatsächlich Sorgen, aber ich finde, sie gehört zur Ästhetik der Kirche dazu“, sagt der Pfarrer. Hin wie her: Hauptsache sei, dass Gehbehinderte bald problemlos zum Gottesdienst kommen können.

Von Elisa Schubert

Quelle: HNA

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