Lackier-Unternehmen verlegt Standort nach Burgwald

Ropal investiert drei Millionen Euro

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Matthias Dornseif, Vorstand der Firma Ropal aus Allendorf, zeigt die Umzugspläne für die Verlegung des Unternehmens in eine größere Halle in Burgwald.Fotos: Patricia Kutsch

Burgwald - Die Firma Ropal lackiert Bauteile so, dass sie verchromt aussehen. Weil die Nachfrage nach der patentierten Technik und der hochwertigen Arbeit aus dem Oberen Edertal steigt, vergrößert das Unternehmen sich und zieht nach Burgwald. Auf 3000 Quadratmetern entsteht derzeit ein modernes Lackierzentrum.

Drei Millionen Euro investiert die Firma Ropal laut Geschäftsführer Matthias Dornseif in den neuen Standort in Burgwald. Dort sind die Mitarbeiter derzeit mit dem Umzug in eine bestehende Halle beschäftigt. Auf 3000 Quadratmetern entsteht in dem Gebäude der ehemaligen Firma Frick ein Lackierzentrum, ausgestattet mit aktueller Technik.

Mit der neuen Produktionsstätte steigt Ropal laut Dornseiff größer in die Produktion ein als bisher. 2007 hat Ropal ein patentiertes Verfahren angemeldet, mit dem die Mitarbeiter dauerhaft haltbar jedes lackierfähige Produkt - mit Ausnahme von Holz und Schäumen - so lackieren können, dass es aussieht wie verchromt.

Bereits jetzt stelle Ropal für einen Möbelhersteller Teile für Bürostühle her. „Durch unsere Technik sind viel mehr individuelle Farben nach Kundenwunsch möglich, als beim Verchromen“, erklärt Dornseif. Ropal stelle etwa Armlehnen in einem Bronzefarbton her. Für Hewi, einem Sanitärhersteller, arbeitet Ropal im „barrierefreien Segment“. Der Geschäftsführer erklärt: „Die Stütz- und Klappgriffe sind aus Kunststoff. Im Gegensatz zu Metall fühlen sie sich warm an.“

In der neuen Produktionshalle sollen ab August nicht nur Serienproduktionen gestartet werden, auch Kunden aus der Region können sich laut Dornseif mit Einzelteilen bei Ropal melden.Um die neue, moderne Technik auszulasten, sucht Ropal zudem weitere Kontakte in die regionale metallverarbeitende Wirtschaft, um deren Produkte zu lackieren.

Ab August produzieren die Mitarbeiter von Ropal in einer Schicht in Burgwald. Zu den bisherigen zehn Mitarbeitern kommen ein Lackierer und ein Mitarbeiter für den Außendienst hinzu. „Drei bis vier weitere Angestellte sind dieses Jahr noch eingeplant“, erklärt Dornseif. Ropal plane jedoch, noch mehr Arbeitsplätze zu schaffen - ab nächstem Jahr solle das Unternehmen im Zwei-Schicht-Betrieb produzieren.

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