Vorsitzende tritt nicht mehr an

Aus für den Rosenthaler Bürgerhilfeverein "Wir für uns"

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Der „Wir für uns“-Vorstand verabschiedet sich: Rebekka Zölzer, Erika Olbrich, Lydia Waßmuth und Herbert Doos (von links) haben die Vereinsgeschicke bis zur Auflösung geleitet.

Rosenthal - Der erst 2007 gegründete Bürgerhilfeverein "Wir für uns" hat sich am Donnerstagabend aufgelöst.

Während der außerordentlichen Sitzung, zu der immerhin rund 30 Mitglieder gekommen waren, erklärten die Vorsitzende Erika Olbrich wie die Kassiererin Rebekka Zölzer, für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung zu stehen. Die Satzung sieht aber die Besetzung des Leitungsamtes zwingend vor. Da kein Nachfolger für Olbrich gefunden wurde, muss der Verein folglich aufgelöst werden.

Olbrich begründete den Schritt insbesondere mit der Überalterung des Vereins. Er sei im Jahr 2007 gegründet wurden, um älteren und hilfsbedürftigen Rosenthalern zur Seite zu stehen. Dieses Ziel sei nur in Teilen erfüllt worden - meist habe das Vereinsleben aus geselligen Veranstaltungen bestanden. Da die Mitglieder meist selbst alt seien, könnten sie Fahrdienste, Hilfen im Haushalt oder bei handwerklichen Dingen kaum leisten. Die jüngeren Mitglieder aber seien durch Beruf und Familie so stark gebunden, dass ihnen die Zeit selbst für die geselligen Veranstaltungen meist gefehlt habe, begründete Olbrich ihren Schritt. Gut sei jedoch, dass sich viele Mitglieder seit der Eröffnung des Seniorenheims in diesem aktiv engagiert hätten.

Vielen Mitgliedern tat der Schritt der Vorsitzenden leid, - doch ein Nachfolger wollte sich nicht finden. Dennoch wurde eine Lösung gefunden, die entstandenen Bindungen nicht Einschlafen zu lassen: Jeden ersten Freitag im Monat wollen sich die ehemaligen Mitglieder an wechselnden Orten treffen, um den Zusammenhalt auch ohne Verein zu fördern.

Das verbliebene Vermögen des Vereins „Wir für uns“ soll nach der Auflösung dem Kindergarten zugute kommen.(sie)

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