Thema in Ausschüsse verwiesen 

Die Rosenthaler Kita soll größer werden

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Kindertagesstätte Rosenthal: Mit 90 Kindern ist der Kindergarten in Rosenthal aktuell voll belegt. Der Bedarf besteht derzeit aber für 105 Kinder. Dem will die Stadt Rosenthal Rechnung tragen - vielleicht mit einem Anbau. Leiter der Einrichtung ist Ralf Severin (Foto). 

Rosenthal. Die Nachfrage nach Betreuung in Rosenthal steigt und der Platz reicht nicht mehr aus. Jetzt soll an der Kita wahrscheinlich angebaut werden. 

Der Babyboom in Deutschland macht auch vor der Stadt Rosenthal nicht Halt, der städtische Kindergarten platzt aus allen Nähten: „Unser Kindergarten ist mit Kindern bis auf den letzten Platz gefüllt“, berichtete Bürgermeister Hans Waßmuth in der Stadtverordnetensitzung am Montag im Rathaus. Durch die jüngste Entwicklung habe sogar schon eine Warteliste eingerichtet werden müssen, informierte der Rathauschef - „auch die Nachbarkommunen nehmen keine Kinder mehr auf“.

Die Konsequenz: „Wir sind in der Pflicht, für die Kinder ein Platzangebot zu machen“. In den Kindergarten in Rosenthal gehen aktuell 90 Jungen und Mädchen, ein Bedarf bestehe aber für etwa 105 Kinder so Waßmuth.

Erste Überlegungen für ein weiteres Platzangebot und auch entsprechende Gespräche habe es schon gegeben, sagte der Verwaltungschef. Eine Auslagerung der Krippengruppe in andere Räume habe der Landkreis aber abgelehnt – wegen der Krippengruppe sei der Anbau des Kindergartens seinerzeit gefördert worden, erklärte Waßmuth.

Auslagern oder neue Räume schaffen 

Laut Bürgermeister gibt es derzeit nur zwei Möglichkeiten, das Problem zu lösen. Entweder eine andere Kindergartengruppe auszulagern oder auf dem Gelände der Einrichtung neue Räumlichkeiten zu schaffen. Waßmuth favorisierte dabei deutlich den Anbau neuer Räume an den bestehenden Kindergarten, die Auslagerung einer Gruppe widerspreche dem Konzept der Kindertagesstätte.

Der Bürgermeister empfahl den Stadtverordneten, das Thema in die Ausschüsse zu verweisen – auch um zusammen mit der Kindergartenleitung Kosten und Fördermöglichkeiten besprechen zu können. In den Ausschüssen müsse das Problem in allen Facetten diskutiert werden, stellte Dirk Golde (CDU) fest: „Wir müssen wissen, auf was wir uns einlassen.“ Zudem müsse so ein Projekt auch finanziell in die Reihe gebracht werden.

Deshalb schlug Golde auch eine Besichtigung der Rosenthaler Kita im Vollbetrieb vor, „um zu schauen, was wir realisieren können“. In weiteren Gesprächen sollten dann auch der Kita-Leiter und Elternvertreter in die Beratung mit eingebunden werden. Dass man sich in diesem Zusammenhang außer mit der Raum- und Finanzplanung auch mit der langfristigen Personalplanung beschäftigen müsse, merkte Nicole Kahler (Bürgerliste Roda) an. Letztlich stimmten alle Parlamentarier dem Antrag des Bürgermeisters und der CDU zu, das Thema Kindertagesstätte in die Ausschüsse zu verweisen. 

Quelle: HNA

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