Rosenthaler lehnen zentralen Notdienst ab

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Sind gegen die Einführung des zentralen Notdienstes: Die beiden Ärzte Dr. Markus Schraub (links) und Dr. Carsten Nordmann von der Gemeinschaftspraxis in Rosenthal, in der auch noch Dr. Gerhard Seidel praktiziert.

Rosenthal. Er ist auch deshalb nach Rosenthal gekommen, weil es hier aus seiner Sicht schon damals ein gut funktionierendes, ärztliches Bereitschaftssystem gab: Dr. Markus Schraub entschied sich vor etwa sieben Jahren dafür, sich als Arzt im Burgwald-Städtchen niederzulassen.

Auch nach Feierabend und am Wochenende wollte er künftig im Wechsel mit seinen Kollegen Dr. Gerhard Seidel und Dr. Carsten Nordmann für die Patienten da sein.

Diese Vor-Ort-Versorgung, an die sich die Rosenthaler gewöhnt haben, wird es ab 1. April 2013 nicht mehr geben. Grund: Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen hat entschieden, für mehrere Landkreise einen zentralen Notdienst einzurichten.

In Rosenthal heißt das: Die Patienten müssen sich bei medizinischen Beschwerden künftig an das Kreiskrankenhaus in Frankenberg wenden. Es wird eine Notrufnummer geben.

„Ich bin gegen die zentrale Telefonnumer und für den Erhalt der ärztlichen Versorgung im Ort“, betont Schraub, der sich darüber aufregt, dass der zentrale Notdienst „einfach so von oben herab beschlossen wurde“.

„Wir Ärzte wurden nicht gefragt. Und es wurde auch nicht mal überprüft, in welchen Bereichen es eine gute Versorgung gibt, bei der es sich lohnt, diese aufrechtzuerhalten.

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Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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