ADAC-Sternfahrt für Oldtimer: Aldo Messner aus Frankenberg nimmt erstmals teil -mit großem Erfolg

Mit rotem Pontiac Firebird auf Platz vier

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Der Hessentag 2013 in Kassel wird Aldo Messner aus Frankenberg in ganz besonderer Erinnerung bleiben: Erstmals fuhr er mit seinem 29 Jahre alten Pontiac Firebird TransAm bei der ADAC-Oldtimer-Sternfahrt mit. Und belegte den vierten Platz.

Frankenberg - Das Leben schreibt die besten Geschichten: Noch am Freitag ärgerte sich Aldo Messner über einen Unfall: Beim Ausparken hatte ein anderes Auto seinen 29 Jahre alten Pontiac Firebrid TransAm touchiert. Einen Tag später zählte der Frankenberger Gastronom zu den Gewinnern bei der ADAC-Oldtimer-Sternfahrt.

So richtig konnte Aldo Messner auch am Sonntagmittag noch nicht glauben, was am Samstag passiert war. „Das ist echt der Hammer.“ Erstmals hatte er gemeinsam mit seiner Frau Petra in seinem amerikanischen Sportwagen an einer Rundfahrt teilgenommen. „Wir sind ja nur just for fun mitgefahren“, schildert er seine Beweggründe für die Teilnahme an der vom ADAC organisierten Sternfahrt der Oldtimer in die Hessentagsstadt Kassel.

In Eibelshausen im Lahn-Dill-Kreis gestartet, führte die Strecke der Route vier über Hatzfeld, Battenberg, Allendorf, Haine, Röddenau und Frankenberg in Richtung Nordhessen. Dabei galt es für den Frankenberger Gastronomen, wie für alle der mehr als 300 Starter auf den vier Strecken, Prüfungen zu meistern. „Ausgerechnet habe ich mir vorher nichts.“ Denn noch nie habe er mit seinem Pontiac Firebird TransAm vergleichbare Aufgaben zu meistern gehabt. „Viele der anderen Teilnehmer fahren schon lange Zeit solche Rundfahrten. Mein Pontiac ist ja nur ein Schönwetterauto.“

Zentimetergenaues Steuern ist mit dem Wagen mit Baujahr 1984 auch vergleichsweise schwierig. Durch die lang gestreckte Motorhaube „sehe ich beim Fahren die ersten anderthalb bis zwei Meter gar nicht“. Doch ein Gefühl für die Dimension des roten Sportwagens hat Messner - immerhin nennt er ihn seit zwölf Jahren sein Eigen: In der Gesamtwertung belegte Messner einen sensationellen vierten Platz; in seiner Klasse war er sogar Erster. Beim Bordsteinfahren verfehlte der Frankenberg den Idealabstand nur um zwei Zentimeter, vor einem Gatter stoppte er den Pontiac mit einem Abstand von exakt 26 Zentimetern, 20 waren gefordert.

Kaum zu glauben war das Ergebnis in Allendorf: Vor dem Bürgerhaus galt es, das Auto mittig zwischen zwei Holzbalken abzustellen. Der Reifenabstand nach links und rechts war bei Messner - identisch. Überragend war auch sein Geschwindigkeitsgefühl. Die 1,3 Kilometer lange Strecke durch das Feld von Haine nach Röddenau musste er in exakt 2,26 Minuten fahren. Er verfehlte die Zielmarke um 0,3 Sekunden.

Kurz vor dem Ziel in der Hessentagsstadt, der Kilometerzähler aller Starter näherte sich bereits der 150, sammelten sich die Oldtimer und steuerten in Kolonne über die Orangerie das Ziel Auedamm an. Der Lohn des Tages für Aldo Messner: Ein hessischer Löwe in Gold des ADAC und vor allem, „eine sehr schöne Erfahrung gemacht zu haben“. Der Hessentag 2013 wird dem Frankenberger allein deshalb in ganz besonderer Erinnerung bleiben.

Von Rouven Raatz

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