Logo-Café wird 25 Jahre

Rotes Logo, schwarzes Getränk

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Mit 15 Fahrzeugen fahren die Vertreter von Logo-Café direkt zum zukünftigen Kunden, um dort Kaffee-Spezialitäten und frische Suppen zu verköstigen. Das Konzept von Firmengründer Reinhold Schmidt (l.) und Sohn Lars hat sich in 25 Jahren bewährt.

Frankenberg - Mit Deutschlands ersten Cappuccino auf Knopfdruck fing es an. Inzwischen produziert Logo-Café Automaten Kaffee-Spezialitäten und sogar für Suppen.

Im Büro des Frankenberger Bürgermeisters steht eine, in vielen Firmen der Region ebenso. Sie steht in den Kantinen von Kliniken und den Fluren von Behörden und größeren Firmen: Eine Kaffeemaschine mit rotem Logo. Das Produkt – frischer, heißer Kaffee – kennt jeder. Die Firma, die dahintersteckt, kennen nur wenige. Dabei produziert Logo-Café seit 25 Jahren in Frankenberg Kaffeeautomaten, die mehr liefern als eine schale Brühe.

„Unser Anspruch ist bestmögliche Qualität, denn das unterscheidet uns von den anderen“, sagt Geschäftsführer und Inhaber Reinhold Schmidt. Vor 30 Jahren trank er den ersten Maschinenespresso, „der auch wirklich geschmeckt hat“, erinnert er sich. Das sei wie ein Erweckungserlebnis gewesen. Für die Herstellerfirma aus Hanau war er als Außendienstler tätig und hatte dann im Jahr 1989 die Idee, auf Knopfdruck eine Neuheit nach Deutschland zu bringen: Cappuccino. In den Zeiten von „draußen nur Kännchen“ kannte die heute überall erhältliche italienischen Spezialität niemand in Deutschland. „Wir waren die Ersten am Markt“, sagt Sohn Lars Schmidt, der bereits als Unternehmensnachfolger feststeht. Bastelte sein Vater die ersten Maschinen tatsächlich noch in der eigenen Garage zusammen, war das Unternehmen nur fünf Jahre später das erste im neuen Gewerbegebiet an der Berleburger Straße. Erst auf 622 Quadratmeter, 1996 und 2006 um insgesamt 1700 Quadratmeter erweiterter Fläche, produziert das Unternehmen bis heute nur in Frankenberg – mit insgesamt 33 Mitarbeitern. Die Produkte gehen an Großverbraucher und Gastronomiebetriebe in ganz Deutschland – und in geringen Stückzahlen auch in das nahe Ausland, etwa nach Österreich.

Grund, warum die Expansion auf den internationalen Markt nur langsam voranschreitet, ist das Vertriebskonzept: „Die Maschine zu verkaufen ist ein Leichtes. Doch es ist nicht alles“, sagt der gelernte Maschinenbauer Lars Schmidt. Denn wer einen Automat von Logo-Café ersteht, erwirbt auch den kostenlosen Service des Unternehmens – solange ausschließlich die eigenen Produkte eingesetzt werden. „Denn unser Hauptgeschäft ist der Kaffee selbst“, sagt Reinhold Schmidt.

Logo-Café liefert nach dem Kauf der Maschine eigenen Kaffee, Schokolade und Milch. „Der Kaffee ist auf unsere Maschinen abgestimmt“, sagt Lars Schmidt, der auch die neuen Produkte kreiert. In Zusammenarbeit mit einem deutschen Röster entstehen jene Aromen, die einen Logo-Café auszeichnen sollen.

Zu erhalten ist dieser nur für Besitzer der Maschinen aus Frankenberg. Außendienstler reisen zu den Kunden und sind zugleich für den Verkauf von Kaffee, wie auch für die Wartung der Vollautomaten zuständig. „Diese Kollegen sind Alleskönner“, sagt Reinhold Schmidt: Die Mitarbeiter liefern für die „Kaffeetankstellen“ den Betriebsstoff und sorgen dafür, dass die Maschinen fehlerfrei funktionieren. „Wir haben Kunden, die seit 20 Jahren mit der gleichen Maschine arbeiten“, freut sich Reinhold Schmidt über die Langlebigkeit seiner Produkte. Genauso soll es sein, denn Schmidt weiß: „Wenn die Maschine stillsteht, hat der Kunde keinen Umsatz und dann haben auch wir keinen Umsatz.“

Den generiert Logo-Café seit einigen Jahren nicht mehr nur mit Kaffee, sondern auch mit Suppen. „Eigentlich handelt es sich bei unserem Suppen-Automat um einen umgebauten Kaffeeautomaten“, erklärt Reinhold Schmidt. Anders als bei einigen anderen Herstellern tröpfelt aber keine dünne Brühe aus den metallenen Röhrchen, sondern eine Suppe mit Konsistenz. Neun Geschmacksrichtungen bietet die Tochterfirma „Soupster“ an. „Das so hinzukriegen, dass es schmeckt, war eine echte Herausforderung“, sagt Lars Schmidt. Davor scheut er nicht zurück: Wenn am Freitag der Bürgermeister und die Industrie- und Handelskammer zum Firmenjubiläum gratulieren, will er die nächste Innovation des Unternehmens präsentieren.

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