Burgwald

Rotes Pflaster und zwei Bürgersteige

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- Burgwald (rou). Mit einer Investitionssumme von geschätzt 592 000 Euro ist der Ausbau der Schwabenstraße im Ortsteil Burgwald das teuerste Einzelprojekt im Burgwalder Haushalt 2011. Am Montag verständigten sich die Anlieger auf eine Ausbauvariante.

Der von der Gemeindevertretung am 27. Januar verabschiedete Etat sieht für das Bauvorhaben „Schwabenstraße“ Ausgaben für die Kanalerneuerung in Höhe von 200 000 Euro vor, für den Austausch der Wasserleitungen könnten Kosten von 70 000 Euro anfallen und für den Straßenbau sind Investitionen von 322 000 Euro kalkuliert. Ausgeschrieben sind die Arbeiten jedoch noch nicht, so dass auch die tatsächlichen Preise noch nicht feststehen, informierte Bürgermeister Lothar Koch die Anlieger der Schwabenstraße in einer Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus. Der Anteil der Gemeinde beläuft sich nach der Schätzung auf 297 000 Euro.

Der Bürgermeister begründete das Bauvorhaben mit dem Zustand des Kanals in der Schwabenstraße. Die Rohre sind marode, es besteht akuter Handlungsbedarf. „Und wenn ein Kanal erneuert werden muss, dann wird auch die Wasserleitung erneuert und zwangsläufig muss dann auch die Straße erneuert werden“, sagte Koch. Er erklärte den Anliegern, dass die Gemeinde die gesamte Kanalisation in allen fünf Ortsteilen in den vergangenen Jahren auf Schäden untersucht hat. Nach der Auswertung der Bilder aus der Kanalisation wurde ein „Schadenskataster“ erstellt, aus dem die Dringlichkeit der Kanalerneuerung hervorgeht. Um alle Schäden an der Kanalisation in der Gemeinde Burgwald zu beheben, sind Gesamtinvestitionen in Höhe von fast 25 Millionen Euro erforderlich. Auf den Austausch der Kanäle entfallen Kosten von 8,7 Millionen Euro, auf die Wasserleitungen rund sechs Millionen Euro, hinzu kommen die Ausgaben für den Straßenbau.

Die Anlieger werden über Beiträge an den Kosten beteiligt: allerdings nur für den Straßenbau. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden erhebt Burgwald keine zusätzlichen Anliegerbeiträge für die Erneuerung von Kanälen oder Wasserleitungen. Die Kosten werden über die Gebührenhaushalte abgerechnet. Eine Ausnahme bilden allerdings die Hausanschlüsse. Voraussichtlich bis zum Jahr 2025 müssen Grundstückseigentümer nachweisen, dass ihre Hausanschlüsse intakt sind. Sollten sich Hauseigentümer dazu entscheiden, dass ihre Hausanschlüsse im Zuge der Bauarbeiten am Hauptkanal ebenfalls erneuert werden sollen, reicht die Gemeinde die Rechnung zu 100 Prozent an die Hauseigentümer weiter.

Begonnen werden soll laut Bürgermeister Lothar Koch mit der Baumaßnahme frühestens Mitte Mai. Geplant ist eine halbjährliche Bauzeit. Bei einer weiteren Anliegerversammlung will die Gemeinde die exakten Baukosten vorstellen, um den Anliegern etwas genauer über die zu erwartende Höhe der Anliegerbeiträge zu informieren.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 16. Februar

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