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Rotklee und Luzerne sollen Futterertrag für Bauern in Waldeck-Frankenberg sichern

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Von: Susanna Battefeld

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Im Rotkleefeld: (von links) Martin Himmelmann (Netzwerk Klee/Luzerne LLH), Landwirt Kurt Freitag aus Geismar sowie Grünland- und Futterbauberaterin Katharina Weihrauch (LLH).
Im Rotkleefeld: (von links) Martin Himmelmann (Netzwerk Klee/Luzerne LLH), Landwirt Kurt Freitag aus Geismar sowie Grünland- und Futterbauberaterin Katharina Weihrauch (LLH). © Susanna Battefeld

Nach der Dürreperiode vor zwei Jahren droht den landwirtschaftlichen Betrieben in der Region wegen ausbleibendem ergiebigen Regen jetzt erneut Futtermittelknappheit. Als Alternative zu Feldgras und Mais besinnt man sich seit einiger Zeit wieder auf Rotklee und Luzerne, da diese trockentolerant sind.

Waldeck-Frankenberg - Die Lage sei zwar noch nicht so angespannt wie 2020, da auf vielen Höfen noch Futterreste vom vergangenen Jahr vorrätig seien, sagt Katharina Weihrauch von der Grünland- und Futterbauberatung des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH). Weil aber niemand voraussagen könne, wie das Wetter in der kommenden Saison werde, gehe die Sorge um. „Man ist dem völlig hilflos ausgeliefert, kann nichts entgegensetzen. Das macht den Landwirten regelrecht Angst“, sagt sie.

Hinzu komme, dass nicht nur der Oberboden zu trocken sei, sondern in vielen Regionen der Boden auch in tieferen Schichten keine Feuchtigkeit aufweise, wie dem Dürremonitor des Helmholtz-Umweltforschungszentrums zu entnehmen sei. „Die Situation ist extrem. Ich schaue mir das regelmäßig an und verfolge die Entwicklung“, sagt die Expertin.

Zukaufen ist oft keine Option

Futter zuzukaufen, sei meist keine Option, da es häufig zu teuer sei und die Qualität oft zu wünschen übrig lasse. Eine zweite Möglichkeit sei, den Tierbestand zu reduzieren, um Futter einzusparen. Dies bedeute aber eine enorme psychische Belastung für die Familien, weiß die Beraterin. Außerdem berge es finanzielle Risiken für die Betriebe, die dadurch zum Teil in Existenznot gerieten.

Zur Futtergewinnung werden inzwischen oft Luzerne und Rotklee angebaut, weil diese Kulturpflanzen mit Trockenheit besser zurechtkommen, sagt Weihrauch. Luzerne werde auch als „Königin der Futterpflanzen“ bezeichnet, da sie selbst unter extremen Bedingungen wachse. Ursprünglich wurden Rotklee und Luzerne vor allem für Bio-Betriebe von der Politik gefördert, da sie keinen mineralischen Dünger einsetzen dürfen und davon profitieren, dass diese Pflanzen hervorragende Stickstofflieferanten sind.

Von Susanna Battefeld

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