Jahreshauptversammlung des Battenberger Turn- und Sportvereins

Rückblick auf Jahr eins nach dem 100.

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Battenberg - Die „Hallensparten“ des Battenberger Turn- und Sportvereins müssen sich, da die Sporthalle für mindestens ein Jahr geschlossen wird, nach alternativen Trainingsmöglichkeiten umschauen.

Vorstandswahlen und der Rückblick auf das Jahr eins nach dem 100. Bestehen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des TSV Battenberg. Der Vorstand, bestehend aus dem Vorsitzenden Burkhard Specht, seinem Stellvertreter Klaus Sabrowski, dem Kassierer Klaus Blaschke und dem Schriftführer Gerhard Grabowski, wurde von der Versammlung einstimmig für eine weitere Amtszeit bestätigt.

Nach dem „anstrengenden Jubiläumsjahr 2012“ sei 2013 ein ruhiges gewesen, berichtet der Vorsitzende. Der TSV beteiligte sich an den Ferienspielen und unterstützte das Heimatfest der Feuerwehr, was sich positiv auf die Vereinsgemeinschaft ausgewirkt hätte. Im Gegenzug habe die Feuerwehr die Bewirtung auf dem erstmals ausgerichteten Sportlerball übernommen. Dieser soll einen würdigeren Rahmen für Ehrungen bieten als die Jahreshauptversammlung. „Es war eine gelungene Veranstaltung“, sagt der Vorsitzende und kündigt eine Wiederholung an. Ein Vortrag der Biathlon-Olympiasiegerin Petra Behle sowie eine Vorstellung der Bundesliga-Turner aus Biedenkopf umrahmten den festlichen Abend in der Burgberghalle.

Mitgliederverwalter Ralf Noll gab einen Überblick über die aktuellen Zahlen. Derzeit hat der Verein 1123 Mitglieder. Diese teilen sich in die Sparten Fußball, Tennis, Damen-Gymnastik, Schwimmen, Reha-Sport, Handball und Volleyball auf. Neben dem Jahresbericht des Hauptvorstandes blickten die einzelnen Sparten ebenfalls zurück auf das Jahr 2013. Dieter Schuster übernahm dies für die Tennissparte, die 71 Mitglieder zählt. Die Sparte sei aus verschiedenen Gründen auf dem absteigenden Ast. Zwei der vier Tennisplätze hat der Verein abgegeben. Die verbleibenden Plätze werden von den Vereinsmitgliedern allerdings wieder hergerichtet. Schuster wies darauf hin, dass das Tennishaus auch für Feiern zu Verfügung stünde. Specht gab den Anstoß, dass durch einige gute Ideen die Sparte wieder attraktiver werden könne.

Masters auch in 2014

Große Erfolge haben die Battenberger Schwimmbären zu verzeichnen, deren Jahresbericht von Kirstin Kerstein vorgetragen wurde. Die Sparte ist zugleich die Größte des TSV. Zum montäglichen Training erschienen regelmäßig zwischen 50 und 60 Kinder. Es sei wichtig, dass die Kinder schwimmen lernen, betont sie. An 21 Wettkämpfen haben die Schwimmer mit 603 Einzel- und 17 Staffelstarts teilgenommen. Bei den Bezirksmeisterschaften errangen die Schwimmbären fünf Meistertitel. „Das Größte war für uns das Masters“, sagte Kerstein. Erstmals richteten die Schwimmbären die hessischen Masters-Meisterschaften aus. In diesem Jahr werden die Masters wieder in Battenberg stattfinden, dann sogar mit internationaler Beteiligung.

Die Rehasport-Sparte habe derzeit eine Warteliste mit 37 Anmeldungen, berichtete Spartenleiter Hans-Ulrich Stankowitz. Die Mitgliederzahl sei konstant geblieben, allerdings sei die Zahl der Nichtmitglieder, die mit Verordnung der Krankenkassen am Reha-Sport teilnehmen, gestiegen.

Für die Fußballsparte berichtete Eckhard Arnold. Die Hauptaufgabe bestehe darin, den Spielbetrieb für den FC Ederbergland in Battenberg zu gewährleisten. Sorgen bereitet ihm die Entwicklung in der Jugend, denn in der A-Jugend des FCE sei derzeit kein einziger Jugendlicher aus Battenberg vertreten, berichtet er. Über fehlenden Nachwuchs können sich die Volleyballer nicht beschweren. Dies liege auch am offenen Ganztagsangebot, dass die Volleyballer an der Gesamtschule anbieten. „Das spricht sich herum“, sagt Spartenleiter Florian Rühmer. Zum Teil würden 30 Jugendliche in einem Hallendrittel spielen. Allerdings muss sich, aufgrund des Hallenumbaus in Battenberg, auch die Volleyballsparte nach alternativen Trainingsplätzen umschauen.

„Kinderturnen der Renner“

„Kinderturnen ist nach wie vor der Renner“, berichtet Ulrike Heß, Spartenleiterin der Damen-Gymnastik. Die Schließung der Sporthalle sei allerdings auch für die Gymnastikdamen ein Problem. Die Kinder würden in dieser Zeit in die Turnhalle der Grundschule ausweichen und die Damen-Gymnastikgruppe in die Burgberghalle. Zuwachs erhalten die Damen von weiblichen Mitgliedern der muslimischen Gemeinde Ahmadiyya Muslim aus Allendorf.

Erich Wolf hob die Erfolge der Leichtathleten hervor, die als Sparte in der LG Eder aufgeht. Hier sei besonders Tilmann Garthe als süddeutscher U18-Meister über die 800 Meter der Vorzeigeathlet.

150 Mitglieder hat die Handballsparte des TSV, berichtet Klaus Blaschke. Davon seien 72 unter 18 Jahre alt. Dies liege an der kontinuierlichen Jugendarbeit der Sparte. „Die Kinder werden schon in der Schule abgeholt“, sagt Blaschke. Später gelte es, die jugendlichen Spieler bei der Stange zu halten. Ein Highlight sei das Probetraining des Bundesligisten MT Melsungen in Battenberg gewesen. Durch die vorübergehende Schließung der Sporthalle weichen die Handballer nach Frankenberg aus.Vorsitzender Specht sprach die Organisation des Heimatfestes an. Die Idee dazu kam von Fabian Mohr und Florian Hennemann. Der TSV fungiere als Ausrichter der Veranstaltung vom 28. bis zum 30. Juni, bei der die Band „Donau Power“ für Stimmung in der Festhalle sorgen soll. Am 29. November steht der Sportlerball auf dem Programm.

Von Marco Steber

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