DAK-Gesundheitsreport: Viele gehen trotz Problemen arbeiten

Rückenschmerzen sind  auch in Waldeck-Frankenberg auf dem Vormarsch

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Waldeck-Frankenberg. Dreiviertel aller Beschäftigten in Hessen hatten 2017 Rückenbeschwerden. Probleme mit der Wirbelsäule und dem Muskel-Skelett-System sind auch im Kreis Waldeck-Frankenberg die häufigste Krankheitsart.

Auf 100 Erwerbstätige in Hessen entfielen rund 92 Fehltage wegen Rückenschmerzen. „In unserem Kreis war die Zahl der Ausfalltage mit 124 deutlich höher“, sagt Sabine Weinreich, Chefin der DAK-Gesundheit in Korbach, die kürzlich den DAK-Gesundheitsreport vorstellte, der sich auch auf die Daten der 17 000 Versicherten der Krankenkasse im Landkreis stützt. Diesmal heißt das Schwerpunktthema „Rätsel Rücken“, wofür neben den Daten der DAK-Mitglieder auch bundesweit 5000 Beschäftigte zwischen 18 und 65 Jahren sowie Experten von einem Forschungsinstitut befragt wurden.

Bereits im Jahr 2003 hatte die DAK Daten zu Rückenbeschwerden ausgewertet. Seither hat sich deren Zahl erhöht. Die Dunkelziffer dürfte allerdings höher sein, denn 89 Prozent gehen mit Schmerzen zur Arbeit.

Dabei spielt die Art der Arbeit eine Rolle. Entscheidend sei, ob die Beschäftigten in unbequemer Körperhaltung oder unter Termin- und Leistungsdruck arbeiten müssen. Auch die Zufriedenheit mit dem Job spiele eine Rolle.

Der Zusammenhang von Stress und Rückenschmerzen werde in Arzt-Praxen jedoch kaum thematisiert. „Da sich Stress und psychische Belastungen stark auf die Rückengesundheit auswirken können, sollte dieser Aspekt stärker bei Diagnose und Behandlung berücksichtigt werden“, sagt Weinreich.

Von Kai A. Struthoff 

Quelle: HNA

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