Gitarrengruppe "Alegria" bietet rund 60 Zuhörern in Frankenberg ein Konzert mit mediterraner Musik

Ruhige Klänge und Folklore-Rhythmen

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Frankenberg - Passend zu einem sonnigen Frühlingstag haben sich am Sonntag rund 60 Zuhörer in der Frankenberger Ederberglandhalle von mediterraner Musik begeistern lassen.

Das sechsköpfige Gitarrenensemble „Alegria“ um Musiklehrer Johannes Treml besitzt im Frankenberger Land nach vielen Konzerten einen festen Zuhörerkreis. Mit wechselnden Themenschwerpunkten und einigen Gastmusikern demonstrieren sie regelmäßig die Vielfalt der Gitarrenklänge - so auch am Sonntag während des fast zweistündigen Konzerts in der Ederberglandhalle.

Der erste Teil des Programms bot gediegene, ruhige Musik aus der Romantik, dem Barock undder Renaissance. Nach der Pause folgten rhythmische Titel auf einer Reise rund um das Mittelmeer.

Mit viel Fingerfertigkeit

Mit dem spanischen Tanz „Sarabande“ eröffneten die Musiker ihr abwechslungsreiches Programm. Bei einem Menuett von Bizet überzeugte Katharina Fendel als Querflötensolistin. Annika Rink spielte im Duett mit Johannes Treml den Titel „Canarios“. Beide setzten die Gitarre auch als Percussion-Instrument ein und bewiesen dabei viel Fingerfertigkeit. In einer Dreierbesetzung spielten Britta Hollenbeck-Schindler, Katharina Fendel und Johannes Treml Filmmelodien von Ennio Morricone.

Folklore-Rhythmen aus verschiedenen Ländern rund ums Mittelmeer bot das neunköpfige Ensemble nach der Pause. In der fünfköpfigen Besetzung mit Percussion, Gitarre und Querflöte überzeugte Annika Rink mit Gesang zum Zigeunerlied „La Tarara“ und dem Liebeslied „Jaco“. Das Ensemble meisterte auch den Siebenachteltakt eines türkischen Tanzes und den Saragina-Rumba.

Zu einem furiosen Finale setzte das Trio Annika Rink, Johannes Treml und Jeremias Verweyen mit schnellen spanischen Rhythmen zu „Entre dos aguas“an. Das Publikum erklatschte sich zwei Zugaben und wurde unter anderem mit einen Tango belohnt. Dem Ensemble „Alegria“ gehören Anne Fuhr, Bettina Hampel, Britta Hollenbeck-Schindler, Annika Rink und Tama Röß-Jäger an.

Höhepunkt des Konzerts

Höhepunkt des Konzerts war sicherlich der Soloauftritt von Khaless Faleh. Der Musiker hat marokkanische Wurzeln und lebt in Tunesien, wo er traditionelle arabische Musik studiert hat. Er spielte die arabische Laute mit Virtuosität und Temperament. Nach drei Stücken wurde er mit tosendem Applaus belohnt. Faleh gastierte nach Auftritten in Spanien und Frankreich erstmals in Deutschland. Morgen, am 8. Mai, ist er ab 20 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Wetter zu hören.

von Frank Seumer

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