Frankenberg

Ein rundum intelligenter Kreisverkehr

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- Frankenberg (jos). Schön anzusehen soll der Kreisel sein und gleichzeitig günstig in der Unterhaltung – das waren die Vorgaben für das Gestaltungs- und Pflanzkonzept, das Bauamtsleiter Karsten Dittmar, Betriebshof-Chef Martin Hecker und dessen Mitarbeiterin Stefanie Neussel entwickeln sollten. „Die Umsetzung ist rundum gelungen“, lobte Bürgermeister Christian Engelhardt gestern.

Jahrelang wurde­ in Frankenberg darüber disku­tiert, ob der Verkehrsfluss in der Röddenauer und der Jahnstraße durch einen Kreisel verbessert werden kann. Ergebnis: Seit der Kreisel tatsächlich da ist, sind die kritischen Stimmen verstummt. Nun sollte das „Bauwerk“ Kreisel aber nicht nur den Verkehrsfluss verbessern, sondern auch noch gut aussehen – bei möglichst geringem Aufwand für den Betriebshof. „Ob das Ergebnis gelungen ist, sollen die Frankenberger Bürger beurteilen. Mir jedenfalls gefällt die Gestaltung sehr gut“, sagte Bürgermeister Christian Engelhardt gestern bei der Vorstellung des Kreisel-Konzepts.

Bepflanzt worden sind der Kreisel und die Verkehrsinseln drum herum mit Eiben und mit Stauden. Die Ziergehölze sollen künftig bei Dunkelheit beleuchtet werden. Wenn es hell ist, sollen die Stauden in bunten Farben erstrahlen – und zwar von Februar bis November. Denn gewählt worden sind verschiedene Sorten mit verschiedenen Blühzeiten. „Der nächste Austrieb wird noch recht klein sein“, sagte Betriebshof-Chef Martin Hecker. Doch schon ab übernächstem Jahr rechnet er mit einer üppigen Blütenpracht. „Es wird das ganze Jahr über immer Bewegung drin sein“, erklärte der gelernte Gärtnermeister.

Weil der Kreisel aus Gründen der Verkehrssicherheit übersichtlich sein sollte, wurde darauf verzichtet, die Mitte besonders hoch anzulegen. Stattdessen haben die Mitarbeiter des Betriebshofs lediglich wenige Reihen Sandsteine aufeinander gelegt, die zuvor aus einer Mauer am Landratsgarten entnommen worden waren. Im Zentrum des Kreisels ist eine Fläche entstanden, die sich für Ausstellungen eignet und auf der Fahnen gehisst werden können. Bei bestimmten Anlässen könnte dort zum Beispiel ein Thonet-Stuhl oder eine Heißkanaldüse ausgestellt werden, orakelte Bürgermeister Engelhardt – oder vielleicht auch ein Miniatur-Eigenheim von FingerHaus. Für die Adventszeit ist die Ausstellungsfläche indes schon reserviert. Dann stellt der Betriebshof dort einen Weihnachtsbaum auf.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 14. Oktober

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