Runter mit dem Streusalz

Frühlingswetter: Hochbetrieb in Autowaschanlagen im Frankenberger Land

Autowäsche: Das gute Wetter nutzen derzeit viele Autofahrer für eine Autowäsche in einer Waschanlage – wie hier im Autopflegepark in der Auestraße in Frankenberg. Auf dem
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Autowäsche: Das gute Wetter nutzen derzeit viele Autofahrer für eine Autowäsche in einer Waschanlage – wie hier im Autopflegepark in der Auestraße in Frankenberg. Auf dem Foto ein Mitarbeiter bei einer Vorwäsche.

Lange Schlange vor den Autowaschanlagen im Frankenberger Land: Nach zwei Wochen Schnee und Minusgraden wollen Autofahrer beim jetzigen Frühlingswetter das Streusalz von ihren Fahrzeugen spülen.

Frankenberger Land – Erst zwei Wochen lang Schnee und Eis und Temperaturen bis minus 20 Grad, dann am Samstag frühlingshaftes Wetter mit 15 Grad plus: Den Wetterumschwung haben viele Frankenberger zu einer längst überfälligen Autowäsche genutzt. „Am Samstag und am Montag haben wir endlich mal wieder zwei Waschtage erlebt, die wir lange nicht hatten“, sagt beispielsweise Hermann Mückstein, der Geschäftsführer des Autopflegeparks in der Auestraße in Frankenberg.

Auch die Waschboxen, wo Kunden selbst das eigene Auto waschen können, seien gut genutzt worden.

Insbesondere nach dem Einsatz der Streufahrzeuge in den vergangenen zwei Wochen müsse das Salz von den Autos entfernt werden, sagt Mückstein und rät zur Grundreinigung: „Das Auto muss jetzt gut abgewaschen werden.“

Während der jüngsten Schnee- und Frostperiode sei sein Betrieb mit Waschanlage und Waschboxen für eine Woche komplett geschlossen gewesen, berichtet Mückstein: „Das bedeutete eine Woche lang finanziellen Totalausfall.“ Auch die Autoaufbereitung vornehmlich für Autohäuser sei durch den Lockdown zum Stillstand gekommen. Für Teile seines Betriebs habe er daher Kurzarbeit anmelden müssen. „Deshalb freuen wir uns, durch die guten Wetterbedingungen endlich wieder Autos waschen zu können.“

Mücksteins Befürchtungen: „Wir sind noch im Februar, wir sind noch im Winter. Wenn es nächste Woche wieder Eis und Schnee gibt, ist die Waschanlage wieder zu.“

Dabei macht der Geschäftsführer darauf aufmerksam, dass auch in seinem Betrieb die Corona-Hygieneregeln gelten: „Meine Mitarbeiter arbeiten mit medizinischen Atemschutzmasken oder FFP2-Masken. Außerdem gebe es zwischen Mitarbeiter und Kunden beim Bezahlvorgang ohnehin nur einen „sehr, sehr kurzen Kontakt“. Und zudem habe er die Erfahrung gemacht, dass die meisten Autofahrer schon mit Atemschutzmaske zur Autowäsche kommen. Eine Autowäsche dauert etwa drei Minuten.

Voll ausgelastet: Für die beiden Auto-Waschanlagen der Esso-Station Bienhaus in Battenberg gab es am vergangenen Wochenende ebenfalls keine Ruhephase. Hier im Bild die Selbstwaschanlage.

Auch die beiden Auto- Waschanlagen der Esso-Station von Michael Bienhaus in Battenberg waren am Wochenende sehr gut frequentiert. „Es war am Samstag und am Sonntag genau das richtige Waschwetter. Wir waren an beiden Tagen voll ausgelastet“, berichtet Bienhaus am Montag auf HNA-Anfrage und wies darauf hin, dass er für einen Waschbetrieb am Sonntag eine behördliche Genehmigung besitze.

An der automatischen Portal-Waschanlage direkt neben der Tankstelle standen nach seinen Angaben die Autos Schlange fast bis zur Straße – mitunter bis zu 15 Autos. Eine ähnliche Situation habe am Waschpark zur Selbstwäsche mit vier Waschplätzen geherrscht. Auch dort unterhalb der Tankstelle hätten die Wagen Schlange gestanden, schilderte Michael Bienhaus.   

Von Gerhard Meiser und Klaus Jungheim

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