Buch über "Arnulf. Die Axt der Hessen"

Sachsenkrieg in Frankenberg

Frankenberg - Robert Focken zeichnet in seinem Mittelalter-Roman die Welt der einfachen Leute, Sklaven und Kämpfer in der Zeit von Karl dem Großen und den Sachsenkriegen.

Der junge Hesse Arnulf wird von seiner Mutter und ihrem neuen Freund an einen Händler fortgegeben. Der misshandelt ihn, ist brutal. Mit Glück schafft Arnulf es Holzhauer in die Dienste eines Baumeisters. Dann werden ihm seine Gefühle für dessen Tochter jedoch zum Verhängnis und er muss fliehen. Das Schicksal verwickelt ihn schließlich in die Kämpfe von Karl dem Großen und den Hessen gegen die Sachsenstämme. Unfreiwillig gerät Arnulf mitten in das Geschehen - und schließlich erwirbt der einfache Holzhauer sich großes ansehen, denn er ist stark und ein begnadeter Axtkämpfer.

Der Autor Robert Focken zeichnet ein detailreiches Bild dieser gefahrvollen Zeit im achten Jahrhundert: Es herrscht Armut, das Leben der Menschen ist geprägt von harter Arbeit, Aberglauben, von Krieg, der Plünderung durch die Sachsen und dem Spannungsfeld zwischen weltlicher und kirchlicher Macht. Quer durch das Frankenlager verläuft dabei etwa die Kluft zwischen zivilisierten Gelehrten wie Einhard und dem fanatischen Hofkapellan Karls, der den heidnischen Glauben ausrotten will. Beide Seiten ringen mit allen Mitteln um ihren Einfluss auf den König

Für Freunde von historischen Romanen ist „Arnulf. Die Axt der Hessen“ sehr empfehlenswert. Es hat eine spannende Story, erzählt von Kampf und ein bisschen Liebe und zeichnet ein detailgetreues Bild der Sachsenkriege. Der zweite Band verspricht, ebenfalls spannende zu werden.

Der Autor Robert Focken ist am Samstag um 17 Uhr zu Gast in der Buchhandlung Jakobi. Dort liest er aus seinem Roman. Focken ist kein gebürtiger Hesse - er stammt aus Höxter in Nordrhein-Westfalen. Dort begann auch sein Interesse für Geschichte, denn an der Weser entlang schoben sich einst auch die Sachsenfeldzüge von Karl dem Großen entlang. Focken ist Journalist: Während seiner Zeit bei der Bundeswehr begann er, für Lokalzeitungen zu schreiben, machte danach ein Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und studierte schließlich Geschichte. Heute ist Focken in der Finanzindustrie beschäftigt - und hat seinen ersten Roman über „Arnulf. Die Axt der Hessen“ geschrieben.

Mehr lesen Sie am Samstag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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