Südtiroler Rudy Giovannini trat in Frankenberg auf – Lebenshilfe wird unterstützt

Ein Sänger zum Anfassen

Publikumsliebling: Den Südtiroler hielt es selten vor dem Altar, immer wieder ging er auf seine Gäste zu. Foto: Schelberg

Frankenberg. Rudy Giovannini hielt bei seinem Auftritt in der katholischen Pfarrkirche St.Maria Himmelfahrt in Frankenberg was er versprochen hatte: Stimmungsvolle Musik, humorvolle Moderation und natürlich die Nähe zum Publikum.

Rund 100 Besucher erlebten in der katholischen Kirche ein beeindruckendes Konzert des Südtiroler Sängers. Dabei klatschten und sangen die Gäste ab dem ersten Lied kräftig mit. Rudy Giovannini ging bei jedem Lied durch die Reihen und zeigte sich publikumsnah. Der Sänger bestach durch seinen Gesang, verstand es aber auch, das Konzert mit Witz und Geschichten seines Lebens zu verfeinern. Auf dem Programm standen unter anderem Lieder wie La Pastorella, Spanish Eyes, La Montanara aber auch beliebte Operettenmelodien.

Giovannini betrachtet es als „große Ehre“, Titel bekannter Sänger interpretieren zu dürfen, hatte aber auch eigene Stücke im Gepäck. Mit „Santa Lucia“ bewies der Südtiroler, dass er auch ohne Musikeinspielung und Mikrophon Lieder vortragen kann.

Die a-capella-Einlagen wurden durch das Ambiente der Pfarrkirche noch verstärkt und sorgten für eine emotionale Stimmung. Frankenberg war einer von weiteren Orten in denen Rudy Giovannini während seiner großen Tournee zu Gast war.

Dass der Südtiroler in einer Kirche gesungen hat, war für ihn nichts Neues. Immerhin gastierte er in den Jahren 2002 und 2004 im Petersdom in Rom zur Weihnachtsaudienz des Papstes. Neben geistlichen Liedern und klassischen Stücken wie „An der schönen blauen Donau“ fühlt sich der „Caruso der Berge“ vor allem in der Volksmusik zu Hause.

Seinen größten Erfolg verzeichnete Giovannini 2006, als er den Grandprix der Volksmusik für sich entschied. Mit „Salve Regina“ überzeugte er die Volksmusikhörer in ganz Europa. Für das Album gleichen Namens gab es zwei Jahre später sogar die goldene Schallplatte. Giovannini sieht seine Musik als „Lebenselixier“.

„Es freut mich, wenn Menschen, die nach einem Schicksalsschlag an einem Tiefpunkt des Lebens angelangt waren, durch meine Lieder neue Kraft schöpfen können“, sagte der Musiker. Und Lebensfreude war beim Konzert in Frankenberg zu spüren.

Der zweistündige Abend mit Rudy Giovannini verfolgte aber auch einen guten Zweck. Ein Euro des Eintrittspreises ging an die Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg.

Von Marco Schelberg

Quelle: HNA

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