Haine

Sanieren oder doch neu bauen?

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- Allendorf-Haine (rou). Der bauliche Zustand des Sportlerheims des TSV Haine bereitet dem Vorstand seit Jahren Kopfzerbrechen: Die Wände sind feucht, die alte Heizung verbraucht so viel Gas, dass dem TSV allmählich das Geld ausgeht. Es stellt sich die Frage: Abreißen und einen Neubau finanzieren oder Geld in eine Grundsanierung investieren?

Während der Sitzung des Hainer Ortsbeirats schilderten Vertreter des TSV die aktuelle Situation: „Das Gebäude muss dringend grundlegend saniert werden“, erläuterte der stellvertretende Vorsitzende Heiko Maurer. Und er sieht dringenden Handlungsbedarf, um die ohnehin schon marode Bausubstanz „überhaupt noch retten zu können“.

Maurer verwies die Ortsbeiratsmitglieder und Bürgermeister Claus Junghenn auf die Wasserschäden im Gebäude, die Risse an der Hauswand, den fehlenden Wärmeschutz und vor allem den Zustand der Heizung: De facto ist das Gebäude unbeheizt. Mit Elektroradiatoren und Gasöfen hat sich der TSV in den vergangenen Wintern beholfen. Der Verbrauch sei allerdings exorbitant hoch gewesen, zudem wäre es „vor Gasgeruch kaum auszuhalten“.

Neu sind diese Mängel nicht. Schon vor drei Jahren debattierte der TSV-Vorstand mit Bürgermeister Junghenn über die Zukunft des Sportlerheims. Die Gespräche seien zwar immer gut gewesen, berichtete Maurer. Doch den Worten des TSV folgten bislang keine Taten, stellte Junghenn klar. Auch nach Februar 2010 nicht. Vor anderthalb Jahren begutachtete Architekt Michael Pauli das Sportlerheim. „Das Ergebnis war für uns niederschmetternd“, erinnerte der zweite Vorsitzende. „Die Summe von fast 100 000 Euro hat uns aus den Latschen gehauen.“

Denn in der Kasse des kleinen Vereins ist Ebbe. Die Mitgliedsbeiträge seien erhöht worden, um überhaupt den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können, schilderte Maurer am Donnerstag. Geld für eine Grundsanierung sei schlicht und einfach nicht vorhanden. Angesichts der bevorstehenden Heizperiode fühlt sich der TSV unter erheblichem Druck. „Die Gefahr von Schimmelschäden ist groß“, erläuterte Maurer und begründete den an den Ortsbeirat herangetragenen Wunsch, die Zukunft des Sportlerheims im Rahmen einer öffentlichen Sitzung zu thematisieren.

„Wir hoffen auf Unterstützung vom Ortsbeirat und von der Gemeinde.“ Erste Gespräche, etwa mit dem Landessportbund, seien ja geführt worden, informierte Maurer. Und der LSB habe auch eine Grundförderung in Höhe von maximal 7000 Euro in Aussicht gestellt. Gefordert würde jedoch ein gewisser Grundstock an Eigenkapital. „Das ist der Knackpunkt. Wir haben nichts.“

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 17. September.

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