Schmuckstück im Ortskern

Freuen sich über ihr neues Vereinshaus: Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch (von hinten links), Wilhelm Ernst und Heinz Klem (beide Heimat- und Kulturverein) und Gerald Engeland (Männergesangverein), Laura Köhler von Pro Musica (vorne von links), Roswitha Wünsch und Jutta Waßmuth vom Landfrauenverein. Foto: Langenbach

Umfangreiche Sanierungsarbeiten in Bottendorf sind abgeschlossen

Rechtzeitig zur Einweihung des „Alten Kindergarten“ in Bottendorf sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiteten beendet worden. Jetzt haben vier Vereine des Burgwälder Ortsteils dort ihre eigenen Räume.

Der große Raum im Untergeschoss steht dem Chor „Pro Musica“ und dem „Männergesangsverein 1886“ zur Verfügung. Im darüber liegenden Stockwerk hat sowohl der Heimat- und Kulturverein als auch die Landfrauenvereinigung jeweils ihren eigenen Gruppenraum. „Dank der tatkräftigen Unterstützung der Vereinsmitglieder war es möglich dieses Projekt zu verwirklichen“, berichtet Bürgermeister Lothar Koch stolz. „Dass die ursprünglich geschätzten Kosten von 435 000 Euro nicht aufzubringen sind, war bald klar“, ergänzt er.

Um etwa 100 000 Euro konnten die Restaurierungskosten gesenkt werden. 60 000 Euro wurden allein durch Eigenmittel und Eigenleistungen der Vereine erbracht, der Landkreis steuerte aus Mitteln der Dorferneuerung 105 000 Euro zu, 107 600 Euro kamen aus dem Gemeindetopf und 20 000 Euro aus Geldern zur Denkmalpflege.

Spenden und Puzzleteil-Aktion

Spenden und die Puzzleteil-Aktion bringen voraussichtlich noch weitere 35 000 Euro ein. Für 25 Euro können einzelne Puzzlestücke erworben werden, die dann auf der Spendentafel im Dorfgemeinschaftshaus verewigt werden. Zusammen ergeben sie ein drei mal 1,6 Meter großes Bild, das Bottendorfer vor dem „Alten Kindergarten“ zeigt. Bis zum 19. Juni sind die Puzzleteile noch bei der Gemeinde erhältlich.

„Großzügige Spenden, wie die Küchenzeile im großen Chorraum haben uns natürlich sehr gefreut“, erzählt der Bürgermeister. Auch die Küche im Obergeschoss wurde gebraucht gekauft, was wiederum Kosten einsparte.

Das denkmalgeschützte Gebäude ist fast vollständig entkernt worden und erforderte entsprechend aufwendige Sanierungsarbeiten. So wurden die Wände mit Lehmputz versehen und neue Holzfenster eingesetzt. Ein tragender Pfeiler in der Mitte des Untergeschosses musste entfernt werden, um den beiden Konzertchören angemessene Probenmöglichkeiten zu schaffen. Die Einrichtung neuer Sanitäranlagen erforderte den Einzug einer neuen Zwischendecke. Viele Originalbalken konnten aufgearbeitet und erhalten werden und verleihen dem schönen Fachwerk-Gebäude entsprechenden Charme.

Viele Arbeiten haben die engagierten Bottendorfer selber erledigen können, doch natürlich ging es nicht ohne die qualifizierte Hilfe der Fachfirmen. In Gemeinschaftsarbeit ist aus dem alten Fachwerkhaus im idyllischen Ortskern von Bottendorf ein echtes Schmuckstück geworden. (jl)

Partner dieser Sonderveröffentlichung

Quelle: HNA

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