Bauarbeiten bis Ende November

Sanierung beginnt: Frankenberger Hexenturm ist eingerüstet

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Besichtigung: Bei einem Ortstermin bestiegen auch (von links) Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß sowie Gerhard Helminiak und Karsten Dittmar vom städtischen Bauamt den Hexenturm. Im Zuge der Sanierungsarbeiten soll der Hexenturm auch einen Treppenaufgang aus Metall bekommen. Der Turm ist auch Teil des zertifizierten Stadtwanderweges. 

Frankenberg. Die Fassade ist eingerüstet, am Mittwoch haben die Sanierungsarbeiten des „Hexenturms“ in der Frankenberger Altstadt begonnen: Bis Ende November soll der letzte erhaltene Wehrturm der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert saniert werden.

„Der Blick vom Hexenturm auf Frankenberg mit Liebfrauenkirche und Hospitalkirche ist fantastisch“, sagt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß. Die Aussicht reicht bis weit ins Obere Edertal hinein. Der Hexenturm in der Gadengasse ist auch Bestandteil des neuen und bereits zertifizierten Stadtwanderweges „Frankenberger Blickwinkel“ (siehe auch Artikel rechts).

„Eine wichtige Rolle“

Mit dem Baubeginn sei bis zum Abschluss der historischen Stadtführungen mit der Komödie Frankenberg gewartet worden, erklärte der Bürgermeister: „Bei diesen Stadtführungen spielt der Hexenturm als Teil der ehemaligen Stadtanlage eine wichtige Rolle.“ Durch diese Veranstaltungen sei der frühere Teil der alten Stadtmauer mit dem Hexenturm wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt worden, freute sich Heß.

So soll es werden: Rechts die künftige Außentreppe des Hexenturmes.

Jetzt sei es aber Zeit: Die Risse und Löcher in der drei Meter dicken Mauer sind deutlich zu erkennen, lockere Teile des Mauerwerks wurden bereits mit Netzen gesichert. „Jetzt soll der Hexenturm auch touristisch genutzt und vermarktet werden“, sagte der Bürgermeister bei der Vorstellung des Projekts. Wie Heß erklärte, soll der 11,50 Meter hohe Turm nun auch bis zur Spitze zugänglich gemacht werden.

Weil ein Aufgang im nur drei Meter breiten Inneren aber nicht möglich sei, soll nun eine Treppenanlage aus Metall angebaut werden. „Von der Treppenanlage kann man die Frankenberger Altstadt dann von oben sehen.“

Laut Heß belaufen sich die Gesamtkosten mit Sanierung des Mauerwerks und der neuen Treppenanlage auf 145 000 Euro. An den unmittelbaren Sanierungskosten werde sich die Denkmalpflege mit 10 000 beteiligen, an der Außentreppe die Europäische Union mit 21 500 Euro. „Alle Arbeiten sind mit der Denkmalpflege abgestimmt“, sagte der Leiter des Frankenberger Bauamts, Karsten Dittmar.

Quelle: HNA

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