Sanierung der Frankenberger Liebfrauenkirche hat begonnen

+
Beginn an der Westfassade: Mit der Einrüstung des Kirchturms an der Liebfrauenkirche wird die große Sanierung des Baudenkmals eingeleitet. Etwa vier Wochen werden allein für den Aufbau des Gerüsts an dem 40 Meter hohen Turm benötigt. 

Frankenberg. Die Bauarbeiten am Kirchturm der Frankenberger Liebfrauenkirche, der in diesem Jahr mit einem Kostenaufwand von 510 000 Euro saniert werden soll, haben begonnen. 

Seit wenigen Tagen wächst auf der Westseite das Gerüst an der Sandsteinfassade des Turms empor. Die Dimensionen dieses Bauvorhabens werden bereits jetzt daran sichtbar, welch großer Aufwand an Arbeit und Zeit allein für den Gerüstbau an dem 40 Meter hohen Bauwerk bis zur Turmspitze nötig sind: In etwa vier Wochen soll das Bauwerk, wie Architekt Johann Heinrich Berghöfer Münchhausen) auf Anfrage der HNA mitteilte, in gesamter Höhe komplett eingerüstet sein. „Mit den Natursteinarbeiten kann in der 15. oder 16. Kalenderwoche begonnen werden.“

Zu den ersten Maßnahmen zur Sanierung des Kirchturms gehört auch der Ausbau der bleiverglasten Fensterelemente auf der Westseite. Sie sollen am 26. März herausgenommen werden. In der ersten Aprilwoche ist der Ausbau der unteren Schallluken geplant, und mit Hilfe eines Autokrans sollen dann neue Stahlträger in den Turm gehoben werden.

Die gotische Frankenberger Liebfrauenkirche (Grundsteinlegung im Jahr 1286) gehört in Deutschland zu den ausgewiesenen Baudenkmälern von nationaler Bedeutung. Deshalb beteiligt sich auch die Bundesregierung mit einem Zuschuss von 240 000 Euro an Mitteln aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm.

Kosten: 510 000 Euro

Die evangelische Kirchengemeinde bringt von den 510 000 Euro Gesamtkosten aus ihren Mitteln 110 000 Euro für die Turmsanierung auf. 50 000 Euro werden dem Baulast-Ablösefonds entnommen, weiterhin wurde das Kirchgeld der beiden letzten Jahre verwendet, sodass zunächst noch ein Restbetrag von 40 000 Euro offen stand. Davon waren in den vergangenen Wochen bereits 28 000 Euro an Spenden eingegangen (HNA berichtete), sodass für die Kirchengemeinde nur noch ein überschaubarer Finanzierungsrest bleibt.

Neben der Restaurierung der Sandsteinfassade gehört zu den Baumaßnahmen am Kirchturm der Liebfrauenkirche auch die Sanierung des Turmumgangs mit einem neuen Belag aus Kupferblech und einem neuen Geländer innerhalb der Steinbrüstung.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare