Kirche Roda: Pfarrer Geisel hofft, Erntedank wieder im Gotteshaus feiern zu können

Sanierung geht gut voran

Noch steht das Gerüst: Pfarrer Klaus-Dieter Geisel auf der Empore. Foto:  Moniac

Roda. Wer sich für den Fortschritt bei der Sanierung der Rodaer Kirche interessiert, kann sich derzeit problemlos vor Ort informieren: Um die Feuchtigkeit im Innenraum zu bekämpfen, steht die Eingangstür offen, was für eine bessere Durchlüftung sorgt.

Trotz des Eindrucks einer Baustelle mit Gerüst, Kabelrollen und Baumaschinen schreitet die Renovierung gut voran. Pfarrer Klaus-Dieter Geisel ist zuversichtlich, dass bis zum Herbst der größte Teil der Arbeiten abgeschlossen sein wird. „Unser Traumtermin wäre der 2. Oktober, dann könnten wir hier schon das Erntedankfest feiern“, sagt er. Falls sich die Fertigstellung um ein paar Wochen verzögert, wäre das aber auch zu verkraften.

Die Arbeiten am Gotteshaus begannen im vergangenen Jahr mit der Renovierung des Turms (HNA berichtete), der aus dem Jahr 1789 stammt und damit rund 100 Jahre älter als das Kirchenschiff ist.

Dächer werden erneuert

Im Frühjahr 2011 wurde das Dach des Mittelschiffs neu verschiefert; dies ist noch nicht ganz fertig, und auch das Decken des direkt angrenzenden Gemeindehauses steht noch aus. „Da sind asbesthaltige Platten drauf, die müssen langfristig auch ersetzt werden“, erklärt Geisel. Der Innenraum wird derzeit so hergerichtet, dass der Bestand für die nächsten Jahrzehnte ohne große optische Veränderungen erhalten werden kann. Die Spitzdecke wurde beispielsweise erst Ende der 1970er-Jahre renoviert. Sie erhält lediglich einen neuen Anstrich, der im gleichen Farbton wie vorher sein wird. Gleiches gilt für die Empore, und auch die Fenster sind noch in gutem Zustand.

Erneuert werden mussten die hölzernen Podeste, die vom Holzwurm befallen waren. Die Bänke, die zurzeit in der großen Vereinshalle gelagert werden, werden lediglich ausgebessert und bekommen einen neuen Anstrich.

Risse in den Wänden des Altarraums rühren zum Glück nicht von Problemen der Statik, sondern sind durch Temperaturschwankungen und Ähnliches entstanden. „Hier ist nicht immer alles massiv, das arbeitet eben“, sagt Geisel.

Notwendig sind der Einbau einer neuen Heizung und das komplette Ersetzen der Elektrik, denn beides entsprach nicht mehr den neuesten technischen Vorschriften. „So kommt eins zum anderen“, meint Geisel. Außerdem wird ganz zum Schluss die Orgel gründlich gereinigt und durchgesehen.

Die bisherige Kostenrechnung sieht jedoch gut aus. „Mit den 60 000 Euro für den Turm sind wir völlig im Rahmen geblieben, mit den verbleibenden 235 000 Euro müssen wir eben auskommen“, sagt der Pfarrer.

Gemeinde engagiert

Erfreut ist er über die ehrenamtliche Mithilfe von Gemeindemitgliedern. „Sie haben zum Beispiel die Bänke hinausgetragen und auch geholfen, den Putz von den Wänden abzuschlagen“. (zmm)

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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