Sie war nicht mehr scharf

Bei Sanierungsarbeiten: Granate aus Erstem Weltkrieg gefunden

Frankenberg. Nicht alltäglicher Einsatz von Polizei und Kampfmittelräumdienst am Montagmittag in der Frankenberger Altstadt. Bei Sanierungsarbeiten in einem Altbau an der Ecke Steingasse/Ritterstraße hatte der Eigentümer im Spitzboden eine 7,5-Zentimeter Granate aus dem Ersten Weltkrieg gefunden.

Er informierte sofort die Polizei, am Montagmittag rückte bereits ein Experte für gefährliche Kampfmittel aus der Nähe von Darmstadt an. Der Fachmann erkannte die Situation sofort: Die Granate stammte aus dem Ersten Weltkrieg und war vor fast 100 Jahren von einem Panzer oder einem Geschütz abgeschossen worden.

„Die Granate war nicht mehr scharf, es bestand zu keiner Sekunde eine Gefahr für Menschen oder Bauwerke“, berichtete der Spezialist für Kampfmittel: „Die Granate ist vollkommen ungefährlich, sonst hätten alle umliegenden Wohnhäuser evakuiert werden müsen.“ Mit wenigen Handgriffen entsorgte er die altertümliche Munition.

Die Granate hatte der neue Hausbesitzer Michael Schulz bei der Komplattsanierung des früheren Uhrmacher-Geschäfts Werbe-Gerke gefunden - konkret im Dachboden hinter alten Kartons, hinter alten Uniformen und hinter einem Blumenkasten. Sogar ein alter Stahlhelm lag noch auf dem Dachboden. (mjx)

Fotos vom Granatenfund in Frankenberg

Granatenfund in Frankenberg

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Quelle: HNA

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