Sanierungsarbeiten am Hainaer Klosterturm in luftiger Höhe

Haina-Kloster. Weil Feuchtigkeit das Holztragwerk des rund 70 Meter hohen Turms der Hainaer Klosterkirche beschädigt hat, finden dort seit Frühjahr Sanierungsarbeiten statt.

Schritt für Schritt – vom Turmschaft bis zur Spitze – wird das morsche Holz ersetzt. Der Turm bekommt auch eine neue Schieferverkleidung. Rund zwei Millionen Euro kostet die Sanierung. Die HNA durfte sich die Bauarbeiten ansehen – von oben auf dem Gerüst.

„Die Herausforderung bei der Sanierung des Hainaer Klosterturms beginnt schon beim Gerüstbau“, sagt Baustellenleiter Ralf Gockel. Denn das Gerüst steht auf dem Kirchendach und wird am Turm verankert. Es könnte durch sein enormes Gewicht den Turm in Seitenlage bringen. Deshalb erfolgt die Sanierung und Stabilisierung Schritt für Schritt von unten nach oben – Schritt für Schritt wächst das Gerüst mit.

Jetzt ist es auf zirka 50 Meter angewachsen. Neben Leitern führt auch ein Aufzug hoch. Zusammen mit Baustellenleiter Gockel und Projektleiter Peter Suermann vom Baumanagement des Landeswohlfahrtsverbandes darf die HNA mit nach oben fahren. Eine schöne Aussicht auf die Klostergebäude, das Psychiatriegelände von Vitos Haina und auf den Ort tut sich auf.

In Höhe der Glockenstube steigen wir aus und blicken ins Turm-Innere: Balken über Balken. „Hier wurde viel Holz verbaut“, sagt der Bauleiter.

Weiter unten im barocken Turmschaft, wo nur Eiche verwendet wurde, sind schon alle durch Feuchtigkeit beschädigten Teile ersetzt worden. Dafür sind alte Eichenbalken aus ehemaligen französischen Bauwerken in Zweitverwendung eingesetzt worden.

Mehr über die Arbeiten lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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