Battenberger Firma hat 34 Mitarbeiter

Sarghersteller Braun ist insolvent

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Seit 1950 befindet sich die Firma Braun im Industriegebiet Auhammer in Battenberg. Nun ist das Unternehmen zahlungsunfähig. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist aber zuversichtlich, den Betrieb erhalten zu können.Foto: Mark Adel

Battenberg - Bis auf Weiteres produzieren die 34 Angestellten im Battenberger Industriegebiet Auhammer weiter. Der vorläufige Insolvenzverwalter Manfred Kuhne ist zuversichtlich, den Betrieb erhalten zu können.

Er stehe noch am Anfang und könne deshalb noch keine Aussagen machen, welche Maßnahmen zur Rettung nötig sind, sagte Manfred Kuhne (Marburg) gestern auf FZ-Anfrage. „Ich sehe aber Chancen für eine dauerhafte Sanierung.“ Vorerst werde der Betrieb der Firma Hermann Braun GmbH & Co. KG, wie sie offiziell heißt, wie bisher weiterlaufen.

Auch zu den Ursachen der Insolvenz könne er keine detaillierten Aussagen machen. „Es hängt aber sicherlich damit zusammen, dass der Preiskampf in der Sargherstellung groß ist.“ Deutschen Produzenten macht osteuropäische Konkurrenz zu schaffen. Erst vor zwei Jahren hatten aus diesem Grund die Edertal-Holzwerke in Battenfeld den Betrieb eingestellt.

Kuhne will in den nächsten Wochen überprüfen, in welchen Bereichen Kosten eingespart und bessere Preise erzielt werden können. Jörg und Harry Braun bleibt Geschäftsführer, bei wichtigen Entscheidungen muss aber der vorläufige Insolvenzverwalter mitbestimmen.

Die 34 Mitarbeiter wurden am Mittwoch in einer Betriebsversammlung über die Lage informiert. Sie erhalten durch das Insolvenzgeld weiterhin ihren Lohn und mussten auch in den vergangenen Monaten auf keine Gehälter verzichten. Das sei positiv und nicht selbstverständlich, sagte der Insolvenzverwalter der FZ. Der Betrieb sei sehr ordentlich geführt. „Nun brauchen wir ein Bünden an Maßnahmen, die zum Erfolg führen. Welche das sind, kann ich noch nicht sagen.“ Somit könne er auch noch nicht absehen, ob Arbeitsplätze abgebaut werden.

Zweites Geschäftsfeld neben der Sargproduktion ist das Kunststoffrecycling und die Herstellung verschiedener Granulate für die Kunststoff- und Kautschukindustrie. Auch in diesem Bereich gebe es Konkurrenz, der Druck sei aber nicht so groß, erklärte Manfred Kuhne. (da)

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