Schäden durch Wild teuer für Land Hessen

Waldeck-Frankenberg. Biss-Schäden an Bäumen verursachen einen relevanten volkswirtschaftlichen Schaden in der Waldregion Frankenberg. Das sagt der Leiter des Forstamts Frankenberg, Andreas Schmitt. Durch Schälschäden sinke der Verkaufspreis des Holzes.

Pro Jahr kalkuliert Schmitt einen Verlust von bis zu 6000 Euro pro 100 Hektar, dies entspricht einem Verlust von fast 600 000 Euro für das Land Hessen im Zuständigkeitsbereich des Forstamts, der sich von Hatzfeld bis Frankenau erstreckt.

Grundproblem seien zu große Reh- und Rotwildbestände. Schmitt zufolge fressen die Tiere Baumrinde vor allem von Eichen, Eiben, Kiefern und Douglasien, woraufhin deren Stämme von Pilzen befallen werden. Ohne den Pilzbefall und die nötigen Schutzmaßnahmen könnte der Hektar-Erlös aus dem Holzverkauf teils doppelt so hoch sein, sagt Schmitt. Außerdem mache sich das Wild auch über neugepflanzte Bäume her. So sei kein nachhaltiges Wachstum gegeben, sagt Schmitt.

Auch im Forstamt Burgwald rechnet Leiter Eberhard Leicht mit einem starken Anstieg der Schälschäden, genaue Zahlen würden aktuell ermittelt.

Weniger problematisch sei die Situation im Norden des Kreises. Das Forstamt Diemelstadt verzeichnet laut Leiter Martin Klein von Willingen bis Volkmarsen geringe Schälschäden. Dies liege an deutlich kleineren Rotwildbeständen in diesen Gebieten.

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Von Jan Schumann

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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