Lehnhausen

Schäfer, Hunde und Schafe trotzen Regen

+
Schafe

- Gemünden-Lehnhausen (sr). Heinrich Elmshäuser mit seinen Hunden Karo und Barri ist neuer Kreismeister im Leistungshüten. Erstmals fand der Wettbewerb am Fachwerkhof Niederholzhausen statt.

Auch Regenwetter gehört zum Alltag eines Schäfers: Das Kreisleistungshüten begann am Sonntag Morgen in dichtem Regen. Trotzdem verfolgten viele Zuschauer die rund 60-minütigen Hütedurchgänge. Am Hof Niederholzhausen hatten sie einen guten Blick auf das Hütegelände am Holzbach. Schäferin Annette Flandorffer, Ralf Bachmann und Oliver Diehl stellten eine 300-köpfige Herde mit Rhönschafen, Coburger Fuchsschafen und Bergschafen zur Verfügung. Sechs Schäfer nahmen an dem vom Kreisschäferverein ausgerichteten Wettbewerb teil. Ralf Bauer aus Udorf und Kreisschäfermeister Reinhard Fett aus Bockendorf begutachteten die Hütevorführungen. „In unserem Beruf kommt es auf das Zusammenwirken von Schäfer und Hund an“, betonte Fett. Jeder Befehl an die vierbeinigen Helfer muss sitzen, der Schäfer muss sich auf seine Hunde verlassen können. Gehorsam, Fleiß und Selbstständigkeit der Hunde sind gefragt. Beim Auspferchen überzeugt sich der Schäfer von der Gesundheit der Schafe und gibt seinem Haupthund den Befehl „Steh“. Die Hunde müssen dafür sorgen, dass die Schafe nicht auf fremde Felder laufen oder „auseinander sprengen“. Auch ein Griff in die Keule, die Rippe oder an den Hals sind erlaubt. Weitere Punkte gab es für das Verhalten im engen und weiten Gehüt. „Der Hund muss die Furche halten“, sagte Fett bei der Abschlussbesprechung. Eine besondere Schwierigkeit stellte der Weg über die Straße vorbei an einem Auto dar. Zum Schluss mussten die Schafe eine Engstelle in Form einer Brücke über den Holzbach passieren.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung vom Montag, 18. Juli 2011.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare