Broschüre informiert über 250 Millionen Jahre alte Pflanzen im Frankenberger Steinbruch

Schätze im Gestein

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Der Steinbruch Hohenäcker ist eine geologische Fundstätte von immenser Bedeutung. Die touristische Erschließung als Teil des Geoparks „Grenzwelten“ mit einem kleinen Rundwanderweg soll im nächsten Jahr beginnen.

Frankenberg - Noch immer wissen nur wenige Menschen, dass sich am Frankenberger Stadtrand ein kleines Gebiet befindet, das einzigartige geologische Funde hervorgebracht hat. Rund 250 Millionen Jahre alte versteinerte Pflanzen sollen im Mittelpunkt stehen, wenn der Steinbruch Hohenäcker touristisch erschlossen wird - die ersten Schritte sind nun gemacht.

Selbst im Winter, wenn noch eine dünne Eisschicht auf dem Wasser in den Gruben liegt und die Gräser und Sträucher braun und leblos erscheinen, herrscht im Steinbruch „Hohenäcker“ eine besondere Atmosphäre. Vielleicht ist es das Wissen, dass sich dort vor 250 Millionen Jahren eine Meeresbucht befand und bis heute Pflanzen aus dieser Zeit, dem Oberperm, im Gestein konserviert sind - und zwar in einer Qualität, die den Funden weltweite Bedeutung zukommen lassen.

Die touristische Erschließung des Steinbruchs als Teil des Geoparks „Grenzwelten“ ist schon seit Langem in Planung (wir berichteten). Als ersten praktischen Schritt haben der Geopark und die Stadt Frankenberg nun gemeinsam die Broschüre „Im Zeichen der Kornähre“ herausgegeben, die über den Steinbruch „Hohenäcker“ informiert.

Das zwölfseitige Heft behandelt die Entstehung der Gesteinsschichten in der so genannten Korbacher Bucht und die Funde von seltenen fossilen Pflanzen aus der Oberpermzeit. Es ist die erste Broschüre in einer geplanten Reihe unter dem Titel „Bedeutende Fundstätten“.

Um der Bedeutung der geologischen Fundstätte gerecht zu werden, planen der Geopark und die Stadt verschiedene Projekte, die ab 2016 umgesetzt werden sollen. Geplant ist ein kleiner Rundwanderweg durch den Steinbruch, der die Besucher zu unterschiedlichen Fundstellen führt. Die Vorbereitungen für einen Info-Pavillon am Eingang zum Steinbruch haben bereits mit Erdarbeiten begonnen. Dort sollen Besucher mit Hilfe von Piktogrammen und verständlichen Texten über die Entstehung und Besonderheiten der fossilen Pflanzen informiert werden.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich in Frankenberg im Rathaus und im Büro der Ederbergland-Touristik sowie in Korbach im Wolfgang-Bonhage-Museum und im Projektbüro „Grenzwelten“, Auf Lülingskreuz 60.

(Von Andrea Pauly)

Den gesamten Artikel und weitere Informationen finden Sie in der gedruckten Freitagausgabe der Frankenberger Zeitung.

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