Neue Broschüre für Besucher der Frankenberger Liebfrauenkirche vorgestellt

Schauen und Atem holen

Gerade erschienen, schon nachgefragt: Küster Wilfried Koch hat beobachtet, welch großes Interesse der jetzt vorgestellte neue Kirchenführer neben auswärtigen Besuchern auch bei Mitgliedern der Gemeinde findet. Foto:  Völker

Frankenberg. Tag für Tag ist das große Portal der Liebfrauenkirche geöffnet, viele hundert Besucher der Stadt wenden sich alljährlich von der historischen Altstadt dem gotischen Gotteshaus zu. „Wir freuen uns, dass Sie den Weg in die Kirche gefunden haben. Und wir wünschen Ihnen, dass Sie hier einen Ort der Ruhe und des Atemholens finden und sich vielleicht sogar zum Beten eingeladen fühlen“, schreibt Pfarre Christoph Holland-Letz im Vorwort zum neuen mit vielen Bildern versehenen Kirchenführer „Liebfrauenkirche Frankenberg“, der jetzt der Gemeinde vorgestellt wurde.

Das Jahr des Kirchenjubiläums 2011, als an die Grundsteinlegung der Liebfrauenkirche 1286 erinnert wurde, hatte die Geschichte des über Generationen hinweg von den Bürgern erbaute Gotteshaus wieder stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Hinzu kommt die große Sanierung, die seit drei Jahren an dem Denkmal mit nationaler Bedeutung stattfindet und ebenfalls öffentlich mit großem Interesse beobachtet wird.

Da die älteren, kleinformatigen Kirchenbroschüren vergriffen und teilweise auch überholt waren, entschloss sich der evangelische Kirchenvorstand zur Neuauflage. Das hat für alle Besucher ein benutzerfreundlicheres, weil größeres Format gebracht, in dem vor allem auch die Bilder auch wesentlich besser zur Geltung kommen.

Sichtbar werden neue Details und kunstgeschichtliche Zusammenhänge, alle Buntglasfenster aus dem 13. Jahrhundert mit Motiven aus der Passionsgeschichte Christi sind im Mittelteil der Broschüre freigestellt und übersichtlich zusammengefasst. Es war zum Zeitpunkt der Herausgabe noch nicht absehbar, wann sie restauriert und an neuer Stelle in den Chorfenstern wieder eingebaut sein würden.

Auch der kleine, Blut opfernde Pelikan über dem Südportal, in der christlichen Ikonografie bisher ein Symbol für Jesus Christus, wird erstmals abgebildet. Viele Besucher konnten ihn früher nur durch Zufall entdecken.

Fortgesetzt wurde mit dem Kirchenführer die historische Arbeit der früheren Pfarrer an der Liebfrauenkirche, Heinrich Balzer und Heiner Wittekindt. Ilse Schmidtmann und Christoph Holland-Letz sorgten für die Neubearbeitung und konnten dazu die Mitarbeit mehrer Fotografen gewinnen, darunter Harald Hörl (Frankenberg) sowie Kirchenrat und Medienfachmann Gerhard Jost (Kassel).

26-seitige Broschüre

Besucher können die in der Kirche ausliegende, 26-seitige Broschüre in die Hand nehmen und mit ihr die Liebfrauenkirche durchwandern, vor allem aber sie für drei Euro als ein kleines Stück Fachliteratur mit nach Hause nehmen. „Mögen die Momente der Einkehr sie begleiten, wenn Sie in ihren Alltag zurückkehren“, wünscht die Frankenberger Kirchengemeinde den Gästen des Gotteshauses.

Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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