Neuseeländerin besucht das Hainaer Kloster, in dem ihr Vater 1943 als Kriegsgefangener war

Am Schauplatz väterlicher Erinnerungen

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Angela und Dr. Kannan Subramaniam mit Sohn Sachin aus Neuseeland ließen sich von Wilhelm Helbig (Zweiter von rechts) und Leo Engels erklären, wo Angelas Vater James Walker als Kriegsgefangener behandelt wurde. Die Häuser G6 und G7 auf dem Klostergelände sind heute Gebäude der Klinik für forensische Psychiatrie.

Haina (Kloster) - Immer wieder zieht der Maschendrahtzaun am Rande des Klostergeländes den Blick von Angela Subramaniam auf sich. Irgendwo dort ist ihr Vater vor 71 Jahren hinüber geklettert und in den Kellerwald geflohen. Die Geschichten aus ihrer Kindheit bekommen endlich eine reale Kulisse.

Angela Subramaniam steht mit ihrem Mann Kannan und Sohn Sachin (7) auf der Ostseite der Klosterkirche, vor ihnen die Gebäude G6 und G7. Es war ein weiter Weg für Angela Subramaniam bis zu dieser Stelle - nicht nur, weil sie aus Australien angereist ist, sondern auch, weil sie bis vor Kurzem nichts über Haina wusste. Ihr Vater, James Ian Bradley Walker, war 1943 im damaligen Hospital als Kriegsgefangener untergebracht.

Wilhelm Helbig und Leo Engels vom Verein „Freunde des Klosters Haina“ führten die Familie, die aus Auckland stammt und derzeit im australischen Sydney lebt, über das einstige Klostergelände. Sie zeigten ihr die Gebäude, in denen James Ian Bradley Walker behandelt wurde. Der Neuseeländer war 1941 mit einem Bomber über Belgien abgestürzt und hatte sich sowohl das Schien- als auch das Wadenbein gebrochen. Nach verschiedenen Stationen kam er deshalb nach Haina. (apa)

Was sie dort erfuhr und warum sie sich auf die Spuren ihres Vaters begab, lesen Sie in der Mittwochausgabe der Frankenberger Zeitung.

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