87-Jähriger war Gast beim Literarischen Frühling

Schauspieler Mario Adorf besuchte Firma Viessmann in Allendorf

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Am Tag vor seinem Auftritt beim Literarischen Frühling in Frankenberg besuchte Mario Adorf die Viessmann-Werke; hier (von links) Christiane Kohl, Annette Viessmann, Mario Adorf und Dr. Stefan Hoffmann, der Leiter der Viessmann-Akademie. 

Frankenberg/Allendorf. Der Schauspieler Mario Adorf hat die Firma Viessmann in Allendorf besucht.

Adorf, Schirmherr des Literarischen Frühling in Waldeck-Frankenberg, wurde von Annette Viessmann und Dr. Stefan Hoffmann durch die Produktion und das neue Technikum geführt. Am Samstag trat er bei dem Literatur-Festival auf.

Mario Adorf beim Literarischen Frühling in Frankenberg: Das „Top-Event“ mit dem beliebten und vielseitigen Theater- und Filmschauspieler am Samstag im Hotel „Die Sonne“ wollten sich 164 Menschen nicht entgehen lassen. Sie durften einen unvergesslichen Nachmittag erleben: den Schauspieler Mario Adorf im Gespräch mit der Spiegel-Redakteurin Bettina Musall – und als Höhepunkt des Tages auf drei Leinwänden noch „Appetithappen“ aus dem 90-minütigen Doku-Drama „Karl Marx – Der deutsche Prophet“.

Das ZDF zeigt den Dokumentarfilm über den großen Denker am 2. Mai, um 20.15 Uhr. Mario Adorf spielt darin Karl Marx. Bei der lockeren und interessanten Unterhaltung im „Wilhelm-Tischbein-Saal“ über die Person, das Leben und den Alltag von Karl Marx sorgte der Journalist Klaus Brill für die geschichtlichen Erinnerungen an den deutschen Gesellschaftskritiker. Marx wurde vor genau 200 Jahren in Trier geboren.

Der inzwischen schon 87 Jahre alte Mario Adorf gehört zu den profiliertesten Darstellern auf der Bühne, im Kino und im Fernsehen. Am vergangenen Donnerstag kam er direkt aus der französischen Hauptstadt Paris in die „Bärenmühle“ bei Ellershausen – und durfte das Frankenberger Land bei bestem Frühlingswetter in seinen schönsten Farben erfahren: „Die Region ist ein Juwel“, sagte Adorf am Samstag in Frankenberg, während sein Blick zum historischen Rathaus schweifte.

Der Schauspieler genoss die Sonne und das Ambiente: „Das ist für mich Urlaub.“ Am Freitag hatte er bereits das Allendorfer Viessmann-Werk besichtigt: „Ein beeindruckendes Unternehmen“, sagte Adorf nach der Führung mit Annette Viessmann und Dr. Stefan Hoffmann, dem Leiter der Viessmann-Akademie.  „Am Ende hat uns Frau Viessmann zu einem Mittagessen in der Kantine eingeladen“, berichtete Klaus Brill als Mitorganisator des Literatur-Festivals.

Sie sprachen über Karl Marx: die Journalisten Klaus Brill (links) und Bettina Musall mit Schauspieler Mario Adorf im Hotel „Die Sonne Frankenberg“. 

Mario Adorf war schon zum sechsten Mal einer der Protagonisten des Literatur-Festivals „Literarischer Frühling“ in Waldeck-Frankenberg, das es seit 2012 gibt. „Nur ein Mal konnte ich nicht dabei sein“, bedauert Adorf noch heute. Adorf ist neben Friedrich Christian Delius der Schirmherr des Literatur-Festivals – auch Delius saß im Publikum.

Blau-Weiß gestreiftes Hemd, dunkle Hose, dunkelblaue Schuhe – trotz sommerlicher Temperaturen legte Adorf bei seinem Auftritt in der „Sonne“ wert auf die entsprechende Etikette. Da durfte auch das dunkelblaue Jackett nicht fehlen.

Die Protagonisten des Tages kennen sich bereits seit Jahren. Die „Du“-Anrede auf der Bühne war daher selbstverständlich: „Wir können ja nicht so tun als ob“, erklärte Spiegel-Redakteurin Bettina Musall. Und über seine Arbeit als Schauspieler sagte Adorf: „Mit einer Rolle muss man sich nicht identifizieren. Eine Rolle muss man spielen.“ Die Erklärung lieferte er gleich mit: „Wenn ich einen Mörder spiele, muss ich ja auch nicht einer sein.“ Am Ende gab es für Adorf, Brill und Musall viel Beifall des Publikums. 

Quelle: HNA

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